Gestern, am Montag war es soweit, ich konnte endlich den Handballclub besuchen. Nach Email hin und her, etwas kompilziert, aber es hat schließlich doch geklappt. Also bin ich nach Uni und meinem Deutschunterricht, bei dem ich etwas assistiere, direkt in die Stadt gefahren, Hallenschuhe kaufen. Da alle anderen Läden bezüglich Handballschuhen nutzlos erschienen bin ich in den Adidas Store rein, wo ich dann auch tatsächlich das aktuelle 'Stabil'-Modell (Handballschuh) bekommen habe, Preis etwas teurer als in Europa, aber ich war froh überhaupt was geeignetes zu finden. Danach habe ich habe mich mit dem Redelsführer getroffen um dann gemeinsam um dann zu dem um19h beginnenden Training zu gehen.
In Sachen Ausstattung konnte der Handballclub die Fussballer sogar noch unterbieten, während die Elf Freunde 'nur' keine Dusche hatten, fehlte beim Handballclub die gesamte Umkleidekabine-> umziehen in der Halle vor den Augen des Volleyballclubs. Da Haftwachs auch hier verboten ist tapeten sich meine Mitspieler die Hände mit doppelseitigem Klebeband, ich verzichtete. Danach musste ich mich bei der folgenden Mannschaftsversammlung wieder mal vorstellen, alles wunderbar. Dann kam noch eine Frage zu meiner Größe: 1,79m, ich hörte ein Tuscheln vor Beeindruckung (auch wenn einige aus der Mannschaft größer waren als ich). Die nächste Frage traf mich etwas unvorbereiteter: Wie schwer? Aber auch diese Antwort wurde mit einem Nicken abgenommen. So, dann begann das Training und es wurden immer welche Sachen durch die Halle gebrüllt (ich glaube der Sinn war:'Alles geben'). Auch hier zeigten die Japaner wieder wie ehrgeizig sie an den Sport herangehen und begannen mit einem Kräftezehrenden Lauftraining. Als dann endlich die ersten Pässe gespielt wurden (gleich 20m) kam es wie es kommen musste, ich bekam gleich den ersten Pass auf den rechten Ringfinger, autsch, hab mir aber nix anmerken lassen und auch den Rest der Übungen und des Trainings relativ fehlerfrei beendet. Mein Eindruck vom japanischen Handball: körperlich bin ich Ihnen zwar überlegen, dafür nutzen sie ihre nur 60Kg für schnelle Bewegungen und Kombinationen, also ziemlich flink, das hat mir einige Probleme bereitet. Das kuriose ist, dass es wie schon beim Fussball keinen eigentlichen Trainer gibt sondern einfach die routinierten Aufgaben nacheinander abgerufen werden. Es gab nur ein Mädel, welches für das Pfeifen während der Übungen und die Versorgung mit Tee (JAAA kein Wasser!) abgestellt war.
Genau wie bei den Fussballern wurde sch nach 3 Stunden Training noch mal in einem Kreis versammelt und ich musste mich wieder vorstellen. Danach fragte man mich ob es OK wäre Fragen zu stellen. Ich hatte natürlich nix dagegen, kam mir aber doch unwohl vor, da alle anderen saßen und ich stehen musste. Die Fragen fielen alle ins Schema 'Standard': Alter, wie lange in Japan, usw. Doch auf einmal hob der einer der Spieler die Hand und fragte im PERFEKTEN! Englisch 'Do you like Japanese girls?' so dass man sich fragen musste, ob er diese Frage einmal pro Tag stellen würde. Naja danach war dann Trainingsschluss, mein Finger hatte mittlerweile eine grünliche Farbe angenommen und war auch ansonsten in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt (Ich nehme mal an die Kapsel ist angerissen/gerissen).
Fotos für die Homepage wurden auch noch gemacht, aber naja das wird wohl noch dauern bis die oben sind. Ich hatte jedenfalls viel Spaß (könnte daran liegen das ich nicht die ganze Zeit geownt wurde). Mein Finger hat zwar über Nacht weiterhin an Volumen zugenommen und ich habe durch die neuen Schuhe zwei riesige Blasen unter den Füßen aber Spaß hat es gemacht.
Bye
Dienstag, 27. Mai 2008
Samstag, 24. Mai 2008
Matsushima - Viele Inseln im Meer...aber wo?
So heute (Samstag) hatte ich mit den @home Leuten einen Trip bevorstehen. Bevor es allerdings losging musste ich zunächst mein Fahrrad befreien. Ich hatte es am Tag vorher ausversehen im Parkhaus einschließen lassen und musste es mir nun wiederholen. Ich hoffte auf ein kleines Bußgeld, aber da man hier nie genau wissen kann wie das abläuft rechnete ich auch mit schlimmerem. Naja ich rein ins Parkhaus und nachdem ich dem Parkhauswächter die Situation erklärt hatte durfte ich samt meinem Fahrrad wieder herausgehen, ohne irgendetwas bezahlt zu haben. Das war ein guter Einstieg in den Tag, der den vorhergegangenen verhunzten Abend vergessen machte.
Naja um 12 h war Treffen mit den @home Leuten am Bahnhof. Unser Ziel: eine der 3 großen Landschaften Japans, die man gesehen haben muss: Matsushima, viele Kiefern auf kleinen, der Küste vorgelagerten Inseln. Das Wetter in Sendai war bewölkt aber warm. Wir fuhren ca. 30min mit dem Zug gen Norden. Und dort angekommen waren da diese vielen mit Kiefern bewachsenen Inseln. Man konnte sie allerdings aufgrund starken Nebels nicht sehen, nur einige erahnen. Hatte aber keinen Einfluss auf die Moral der Gruppe. Wir wurden jedenfalls einzelenen Grüppchen zugeteilt, jede gemischt mit Japanern und Internationalen.
Jetzt konnten wir die einzelnen Attraktionen in kleineren Gruppen ansteuern. Unter anderem sahen wir einen Tempel, strandnahe Inseln und ein Spieluhrenmuseum. 


An diesen Stationen erwarteten uns dann andere @home Leutchen die mit uns Spielchen
und Fotos machten. (Die werde ich erst später bekommen, also werd ich sie nochmal posten oder so).
Dann gab es nach einem Zusammentreffen der Grüppchen eine kleine Siegerehrung für die erste und die zweite Gruppe. Wir haben es immerhin auf den 2.Platz geschafft und gewannen eine Tüte mit Rinderzungenchips.
Sehr lecker, wie sich bei der Geschmacksprobe herausstellte.
Danach gabs noch eine kleine Bootsrundfahrt. Da die Inseln aber wirklich schwer zu sehen waren, begnügten wir uns mit der Fütterung von todesmutigen Möwen, welche sich im Sturzflug auf hingehaltene Leckereien stürzten.
Danach wieder ab in den Zug nach Sendai, alle waren doch ziemlich geschafft! Aber man hatte wieder einmal die gute Gelegenheit sich mit Japanern zu unterhalten oder besser gesagt rumzublödeln;)
Sooo Fotos werden ja dann vielleicht noch mehr, lasst euch überraschen.
Greetz
Naja um 12 h war Treffen mit den @home Leuten am Bahnhof. Unser Ziel: eine der 3 großen Landschaften Japans, die man gesehen haben muss: Matsushima, viele Kiefern auf kleinen, der Küste vorgelagerten Inseln. Das Wetter in Sendai war bewölkt aber warm. Wir fuhren ca. 30min mit dem Zug gen Norden. Und dort angekommen waren da diese vielen mit Kiefern bewachsenen Inseln. Man konnte sie allerdings aufgrund starken Nebels nicht sehen, nur einige erahnen. Hatte aber keinen Einfluss auf die Moral der Gruppe. Wir wurden jedenfalls einzelenen Grüppchen zugeteilt, jede gemischt mit Japanern und Internationalen.
Dann gab es nach einem Zusammentreffen der Grüppchen eine kleine Siegerehrung für die erste und die zweite Gruppe. Wir haben es immerhin auf den 2.Platz geschafft und gewannen eine Tüte mit Rinderzungenchips.
Danach wieder ab in den Zug nach Sendai, alle waren doch ziemlich geschafft! Aber man hatte wieder einmal die gute Gelegenheit sich mit Japanern zu unterhalten oder besser gesagt rumzublödeln;)
Sooo Fotos werden ja dann vielleicht noch mehr, lasst euch überraschen.
Greetz
Sonntag, 18. Mai 2008
Aoba Matsuri - Sendai begrüßt den Frühling (überarbeitet)
Ahoi!
Ich muss mich zwangsläufig schon wieder zu Wort melden, es ist einfach viel passiert. Zunächst Samstag: Wir hatten Mittags BBQ mit den @home Leuten am Flussufer. Bei knalligem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg. Unterwegs noch schnell halt im Supermarkt, Sonnencreme kaufen. Es gab nur mit Lichtschutzfaktor 50, Miniportionen zu wirklich teuren Preisen, aber die brauchte ich halt. Nun ja am Fluss angekommen fing es aus heiterem Himmel an zu regnen, nicht doll doch der Prozess des Grillens wurde dadurch etwas erschwert. Als meine Gruppe (es gab mehrere) soweit war das F L E I S C H aufzulegen setzte der Sonnenschein grade wieder ein. Wir grillten Hühnchen, Gemüse, Schwein, Rind und auch sehr lecker: Reisbällchen.
Das war wohl das beste Mittagessen seitdem ich in Japan angekommen bin, da wir auch alle mit neuen Leuten (zufällige Gruppenzuweisung) AUCH Japanern ins Gespräch kamen, rumblödelten oder einfach nur die köstlichen Spezialitäten vom Grill (einfach mit den Stäbchen die kleinen Stücke vom Grill wegschnappen) genossen. Dazu der herrliche Sonnenschein und eine wunderbare Gesprächatmosphäre ->praktisches Japanisch ;)
Die Veranstaltung zog sich bis in den Nachmittag hinein und eigentlich war es der perfekte Nachmittag. Auch die fremden Japaner um uns herum (also nicht die von @home) warfen mit Böllern um sich oder versenkten sich gegenseitig mit Klamotten im Fluss, wo sie anschließend ihre Ringer-Fähigkeiten ausbauten.
Naja ein wieder einsetzender kurzer Schauer beendete die Veranstaltung und wir kehrten ins Wohnheim zurück. Am Abend sind wir noch in die Stadt gegangen weil wir gehört hatten das es dort ein Fest geben sollte (Stadtfest). Angekommen, entpuppte sich das Ganze als ein riesiges exotisches Gewusel, gespickt mit Essensständen und Vorführungen. Nach einem wirklich gelungenem Abend ( wir hatten unter anderem Fächer gebastelt und JA das war eigentlich für Kinder) entschieden wir uns dann noch unseren für Sonntag geplanten Ausflug zum Onsen zu verwerfen und uns nochmal die volle Breitseite in der Stadt geben zu lassen. Das war eine gute Entscheidung. Am nächsten Tag erwartete uns eine Parade in der Stadt, Ninjas und Samurais liefen überall herum und es schien als wäre die gesamte Stadt auf den Beinen. Es war alles so fremd, aber sehr schön, man hat sich irgendwie doch heimisch gefühlt. Ich habe es quasi als 'Fest meiner Stadt' angesehen und war ein bisschen Stolz. Wir sind dann erst spät abends nach vielen Auffürungen, Tänzen und Gesängen, sowie kulinarischem Neuland und auch dem Besuch der 'normalen' Innenstadt' (Spielhalle, Kaufhäuser) zurückgekehrt, geschafft von Sonnenschein und kulturellen Eindrücken.
Hier ein paar Bilder:



So hoffe es hat euch interessiert ;)
bye
Ich muss mich zwangsläufig schon wieder zu Wort melden, es ist einfach viel passiert. Zunächst Samstag: Wir hatten Mittags BBQ mit den @home Leuten am Flussufer. Bei knalligem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg. Unterwegs noch schnell halt im Supermarkt, Sonnencreme kaufen. Es gab nur mit Lichtschutzfaktor 50, Miniportionen zu wirklich teuren Preisen, aber die brauchte ich halt. Nun ja am Fluss angekommen fing es aus heiterem Himmel an zu regnen, nicht doll doch der Prozess des Grillens wurde dadurch etwas erschwert. Als meine Gruppe (es gab mehrere) soweit war das F L E I S C H aufzulegen setzte der Sonnenschein grade wieder ein. Wir grillten Hühnchen, Gemüse, Schwein, Rind und auch sehr lecker: Reisbällchen.
Das war wohl das beste Mittagessen seitdem ich in Japan angekommen bin, da wir auch alle mit neuen Leuten (zufällige Gruppenzuweisung) AUCH Japanern ins Gespräch kamen, rumblödelten oder einfach nur die köstlichen Spezialitäten vom Grill (einfach mit den Stäbchen die kleinen Stücke vom Grill wegschnappen) genossen. Dazu der herrliche Sonnenschein und eine wunderbare Gesprächatmosphäre ->praktisches Japanisch ;)
Die Veranstaltung zog sich bis in den Nachmittag hinein und eigentlich war es der perfekte Nachmittag. Auch die fremden Japaner um uns herum (also nicht die von @home) warfen mit Böllern um sich oder versenkten sich gegenseitig mit Klamotten im Fluss, wo sie anschließend ihre Ringer-Fähigkeiten ausbauten.
Naja ein wieder einsetzender kurzer Schauer beendete die Veranstaltung und wir kehrten ins Wohnheim zurück. Am Abend sind wir noch in die Stadt gegangen weil wir gehört hatten das es dort ein Fest geben sollte (Stadtfest). Angekommen, entpuppte sich das Ganze als ein riesiges exotisches Gewusel, gespickt mit Essensständen und Vorführungen. Nach einem wirklich gelungenem Abend ( wir hatten unter anderem Fächer gebastelt und JA das war eigentlich für Kinder) entschieden wir uns dann noch unseren für Sonntag geplanten Ausflug zum Onsen zu verwerfen und uns nochmal die volle Breitseite in der Stadt geben zu lassen. Das war eine gute Entscheidung. Am nächsten Tag erwartete uns eine Parade in der Stadt, Ninjas und Samurais liefen überall herum und es schien als wäre die gesamte Stadt auf den Beinen. Es war alles so fremd, aber sehr schön, man hat sich irgendwie doch heimisch gefühlt. Ich habe es quasi als 'Fest meiner Stadt' angesehen und war ein bisschen Stolz. Wir sind dann erst spät abends nach vielen Auffürungen, Tänzen und Gesängen, sowie kulinarischem Neuland und auch dem Besuch der 'normalen' Innenstadt' (Spielhalle, Kaufhäuser) zurückgekehrt, geschafft von Sonnenschein und kulturellen Eindrücken.
Hier ein paar Bilder:
Duell!
Rhytmische Klänge genießen
Showkämpfe bewundern
Videos, beim Unteren mag ich dieses Lied, hab nen Ohrwurm ;) Sore! SoreSoreSoreSore
So hoffe es hat euch interessiert ;)
bye
Freitag, 16. Mai 2008
Dir en grey - japanische Subkultur
Ich hatte ja eine Karte für Dir en Grey ergattern können, heute war es soweit, die 5 Jungs sollten in der Nähe des Bahnhofs auftreten. Ich hatte sie ja bereits schonmal im Rahmen von Rock am Ring gesehen und war voller Vorfreude wie den ein Einzelkonzert ablaufen würde, vor allem in Japan. Wer sich fragt häh? Dir en Grey, wer ist denn das? Sagen wir mal es ist eine Mischung aus Hardcore, Metal und Screamo, Die Texte, die von der Art Gedichten gleichen, würde man höchstwahrscheinlich indizieren, wenn man sie auf Deutsch verfassen würde. Abgerundet wird das Bild eines skurillen Äußeren. Wer mehr darüber wissen will kann bei Google ja rasch Dir en grey in der Bildersuche eingeben.
Da ich auf eine detaillierte Beschreibung des Konzerts verzichten möchte (könnte ausformuliert langweilig für Außenstehende werden) zähle ich einfach mal auf was passiert ist:
-Zuerst treffen mit einer Deutschen, die schon länger hier wohnt, danach aufsuchen der Konzerthalle.
-Da ich wie alle anderen dem Vorbild folgte und mich etwas Kleidungsmäßig an den Stil der Band anlehnte (ihr kennt das als 'Emostyle'), waren wir auch schnell der Hingucker für jedermann, grade als Ausländer.
- Als Merchandise gab es ein HANDTUCH zu kaufen, das besaß am Ende mindestens jeder 2. (ich auch)
- Man musste sich dann laut einer Nummer auf der Karte in die richtige Schlange stellen um reinzukommen (ich hatte ne hohe Nummer, deshalb durfte ich erst später rein)
- Dort habe ich eine Schwedin, ihre Gastmutter(!) und 3 japanische Schülerinnen getroffen, die mich dann quasi durchs Konzert begleitet haben (die Deutsche hat ne Karte für Morgen)
- Wir wurden in der gut 1500 Leute Halle sehr weit hinten eingeordnet, halt wegen der Nummer
- Ich stellte fest das ich einer der Größten in der Halle war, weil ich einfach nen Kopf größer als die meisten, zumeist weiblichen, Fans war
-Kurz vor Auftritt ging das Licht aus, das war dann wohl das Zeichen und alle die mit ihrem Platz unzufrieden waren, drängten sich in die ersten Reihen, natürlich war ich mit dabei.
- Das Konzert verlief anders als ich es kannte. Dir en Grey haben ihre härtesten Lieder gespielt (die bestehen dann quasi nur aus psychopathischem rumgeschreie), in Europa hätte unmittelbar vor der Bühne Krieg geherrscht, und nach spätestens der Hälfte der Lieder umgekippt. Da es sowas wie eine Moshpit nun nicht gab investierte der Japaner seine Energie in intensives Kollektiv-Headbangen, dazu wurde die Hand auf den Vordermann gelegt und halt gewackelt, machte mehr Spaß als ich dachte, aber mir ist die europäische Art da doch lieber.
- Neben mir war wohl war wohl die enthusiastischte Japanerin von allen, das zu beschreiben wäre aber zuviel verlangt ;)
-Nach einer brutalen Zugabe, kam ich doch noch ins Schwitzen und konnte das Konzert glüclich mit meiner 'Gruppe' verlassen, hier ein Foto von miserabler Qualität, welches die Gastmutter gemacht hat.
Morgen gehts ab zu den @home Leuten GRILLEN, wünscht mir Glück, oder in diesem Fall wohl eher Fleisch ;P
ja mata
Da ich auf eine detaillierte Beschreibung des Konzerts verzichten möchte (könnte ausformuliert langweilig für Außenstehende werden) zähle ich einfach mal auf was passiert ist:
-Zuerst treffen mit einer Deutschen, die schon länger hier wohnt, danach aufsuchen der Konzerthalle.
-Da ich wie alle anderen dem Vorbild folgte und mich etwas Kleidungsmäßig an den Stil der Band anlehnte (ihr kennt das als 'Emostyle'), waren wir auch schnell der Hingucker für jedermann, grade als Ausländer.
- Als Merchandise gab es ein HANDTUCH zu kaufen, das besaß am Ende mindestens jeder 2. (ich auch)
- Man musste sich dann laut einer Nummer auf der Karte in die richtige Schlange stellen um reinzukommen (ich hatte ne hohe Nummer, deshalb durfte ich erst später rein)
- Dort habe ich eine Schwedin, ihre Gastmutter(!) und 3 japanische Schülerinnen getroffen, die mich dann quasi durchs Konzert begleitet haben (die Deutsche hat ne Karte für Morgen)
- Wir wurden in der gut 1500 Leute Halle sehr weit hinten eingeordnet, halt wegen der Nummer
- Ich stellte fest das ich einer der Größten in der Halle war, weil ich einfach nen Kopf größer als die meisten, zumeist weiblichen, Fans war
-Kurz vor Auftritt ging das Licht aus, das war dann wohl das Zeichen und alle die mit ihrem Platz unzufrieden waren, drängten sich in die ersten Reihen, natürlich war ich mit dabei.
- Das Konzert verlief anders als ich es kannte. Dir en Grey haben ihre härtesten Lieder gespielt (die bestehen dann quasi nur aus psychopathischem rumgeschreie), in Europa hätte unmittelbar vor der Bühne Krieg geherrscht, und nach spätestens der Hälfte der Lieder umgekippt. Da es sowas wie eine Moshpit nun nicht gab investierte der Japaner seine Energie in intensives Kollektiv-Headbangen, dazu wurde die Hand auf den Vordermann gelegt und halt gewackelt, machte mehr Spaß als ich dachte, aber mir ist die europäische Art da doch lieber.
- Neben mir war wohl war wohl die enthusiastischte Japanerin von allen, das zu beschreiben wäre aber zuviel verlangt ;)
-Nach einer brutalen Zugabe, kam ich doch noch ins Schwitzen und konnte das Konzert glüclich mit meiner 'Gruppe' verlassen, hier ein Foto von miserabler Qualität, welches die Gastmutter gemacht hat.

Morgen gehts ab zu den @home Leuten GRILLEN, wünscht mir Glück, oder in diesem Fall wohl eher Fleisch ;P
ja mata
Montag, 12. Mai 2008
Eine Woche - Geschichten aus dem japanischen Alltag
Sohooo, mein letzter Post ist ja etwas länger her und damit ihr ständig über mich auf dem Laufenden gehalten werdet hier ein neuer. Etwas richtig spektakuläres ist nicht passiert, oder ich gewöhne mich einfach nur an merkwürdige Tatsachen.
Nehmen wir da mal zum Beispiel meine Mensagänge. Da ich hier unter Dauerbeobachtung stehe kommt man sich teilweise so vor wie ein Superstar und ich muss sagen, dass stört irgendwie. Immer wenn man angestarrt wird und zurückstarrt dreht sich der anstarrende Japaner schnell weg und tut so als sei nichts passiert. Man ist dann wirklich froh wenn man hier aber wirklich von einem gegrüßt wird. Das gibt einem nicht das Gefühl des ständigen Außenseiters und zeigt gleich den anderen Gaffern an, dass man irgendwo dazugehört. Ich freute mich besonders über einen der Fussballer der mich in der Essensschlange entdeckte mich grüßte und danach noch ein schallendes 'High Five' einforderte :D
Weil wir uns grade auf dem Campus befinden werde ich jetzt auch mal meine Japanisch-Klassen beschreiben. Ich habe Montags und Mittwochs je 4 1/2 Zeitstunden Unterricht. Das teilt sich in 3 Stunden Grammatik und 1 1/2 Stunden Kanjis (Schriftzeichen). Wir schreiben in beiden jeweils pro Stunde einen kleinen Test. Find ich ganz gut, motiviert irgendwie die Vokabeln zu lernen. Ansonsten fühle ich mich wie in die Schule zurückversetzt. Wir haben unsere Einzeltische, die leider auch viel zu klein sind (siehe Bild)
Ansonsten is der Unterricht eigentlich immer ganz witzig, heute haben wir beispielsweise die Fragestellung behandelt, ob der Weihnachtsmann Stäbchen benutzt (Wir haben uns am Ende auf Löffel geeinigt). Ansonsten macht eigentlich immer wer Blödsinn, so dass trotz schnellem Lerntempo immer gute Stimmung vorhanden ist. (An Niels: man darf erst Blödsinn in der Schule machen, wenn man an der Uni ist) In den Pausen holt die halbe Klasse ihren Nintendo DS raus (alle haben dieses Übersetzungsprogramm) um sich dann im Multiplayer im Tetris zu messen.
Was ist noch passiert? Ich habs einigen schon geschrieben und jetzt mach ich es auch hier. Neulich gab es hier 2 kleine 3er Erdbeben (maximale Stufe 7), nix dramatisches alles wackelt ein bisschen. Als ich aber grade ins Bett gegangen war kam nen größeres 3er, an der Grenze zur 4. Ich war froh das ich so etwas erwartet hatte und meinen Stuhl vom Schreibtisch weggerollt hatte, so dass ich ohne Umwege von meinem Bett direkt unter den Tisch fliehen konnte. Es hat sich in etwa so angefühlt als ob ein Riese an seinem Haus wackeln würde, eigentlich wie auf See. Danach war ich etwas in Panik und hab auf den Flur meine Nachbarn getroffen, die ungefähr alle genauso aufgedreht waren (es war 2h nachts). Naja voll mit Adrenalin konnte ich erst wieder später einschlafen, mit dem Wissen das mein Schrank, wenn er denn kippt, wohl ziemlich genau meinen Kopf mitnimmt. Seitdem lebe ich in einer gewissen Unruhe vor größeren Erdbeben. Ich hab dann nochmal nachgeguckt und rausgefunden, dass wohl ein Riesenbeben in Japan schon seit 8 Jahren überfällig ist...ich habe das bei meinem Institut erwähnt und die meinten, dass es woanders zuschlagen würde. Das beruhigte mich. Dann sagten sie mir das für diese Region aber ebenfalls ein großes erwartet wird -.- Ich sollte mich jetzt öfter bei meinen Kollegen rumtreiben, deren Gebäude wurde nämlich nochmal extrem verstärkt und hält quasi alles aus. Hier ein Bild von meinem Schreibtisch:
Desweiteren war ich in meiner Schreiberabstinenz beim Frisör, hab mir Schwarz und Rot in die Haare schmieren lassen, hat mich einen Haufen Geld gekostet, hatte aber das exklusive 4 -Stunden-Erlebnis mit insgesamt 7 Mitarbeitern, die mit mir beschäftigt waren(zur gleichen Zeit waren es maximal 4). Dann war ich noch gestern mit nem Deutschen und einem Finnen einkaufen. Wir haben tatsächlich einen Laden gefunden, der deutsches Brot verkauft, nicht grade billig aber ich habe die ganze Packung noch am Abend gegessen.
So nun war es das auch weider, noch ein paar Bilder von Gegenständen und Sachen, die ich interessant fand.




Nehmen wir da mal zum Beispiel meine Mensagänge. Da ich hier unter Dauerbeobachtung stehe kommt man sich teilweise so vor wie ein Superstar und ich muss sagen, dass stört irgendwie. Immer wenn man angestarrt wird und zurückstarrt dreht sich der anstarrende Japaner schnell weg und tut so als sei nichts passiert. Man ist dann wirklich froh wenn man hier aber wirklich von einem gegrüßt wird. Das gibt einem nicht das Gefühl des ständigen Außenseiters und zeigt gleich den anderen Gaffern an, dass man irgendwo dazugehört. Ich freute mich besonders über einen der Fussballer der mich in der Essensschlange entdeckte mich grüßte und danach noch ein schallendes 'High Five' einforderte :D
Weil wir uns grade auf dem Campus befinden werde ich jetzt auch mal meine Japanisch-Klassen beschreiben. Ich habe Montags und Mittwochs je 4 1/2 Zeitstunden Unterricht. Das teilt sich in 3 Stunden Grammatik und 1 1/2 Stunden Kanjis (Schriftzeichen). Wir schreiben in beiden jeweils pro Stunde einen kleinen Test. Find ich ganz gut, motiviert irgendwie die Vokabeln zu lernen. Ansonsten fühle ich mich wie in die Schule zurückversetzt. Wir haben unsere Einzeltische, die leider auch viel zu klein sind (siehe Bild)
Was ist noch passiert? Ich habs einigen schon geschrieben und jetzt mach ich es auch hier. Neulich gab es hier 2 kleine 3er Erdbeben (maximale Stufe 7), nix dramatisches alles wackelt ein bisschen. Als ich aber grade ins Bett gegangen war kam nen größeres 3er, an der Grenze zur 4. Ich war froh das ich so etwas erwartet hatte und meinen Stuhl vom Schreibtisch weggerollt hatte, so dass ich ohne Umwege von meinem Bett direkt unter den Tisch fliehen konnte. Es hat sich in etwa so angefühlt als ob ein Riese an seinem Haus wackeln würde, eigentlich wie auf See. Danach war ich etwas in Panik und hab auf den Flur meine Nachbarn getroffen, die ungefähr alle genauso aufgedreht waren (es war 2h nachts). Naja voll mit Adrenalin konnte ich erst wieder später einschlafen, mit dem Wissen das mein Schrank, wenn er denn kippt, wohl ziemlich genau meinen Kopf mitnimmt. Seitdem lebe ich in einer gewissen Unruhe vor größeren Erdbeben. Ich hab dann nochmal nachgeguckt und rausgefunden, dass wohl ein Riesenbeben in Japan schon seit 8 Jahren überfällig ist...ich habe das bei meinem Institut erwähnt und die meinten, dass es woanders zuschlagen würde. Das beruhigte mich. Dann sagten sie mir das für diese Region aber ebenfalls ein großes erwartet wird -.- Ich sollte mich jetzt öfter bei meinen Kollegen rumtreiben, deren Gebäude wurde nämlich nochmal extrem verstärkt und hält quasi alles aus. Hier ein Bild von meinem Schreibtisch:
Desweiteren war ich in meiner Schreiberabstinenz beim Frisör, hab mir Schwarz und Rot in die Haare schmieren lassen, hat mich einen Haufen Geld gekostet, hatte aber das exklusive 4 -Stunden-Erlebnis mit insgesamt 7 Mitarbeitern, die mit mir beschäftigt waren(zur gleichen Zeit waren es maximal 4). Dann war ich noch gestern mit nem Deutschen und einem Finnen einkaufen. Wir haben tatsächlich einen Laden gefunden, der deutsches Brot verkauft, nicht grade billig aber ich habe die ganze Packung noch am Abend gegessen.
So nun war es das auch weider, noch ein paar Bilder von Gegenständen und Sachen, die ich interessant fand.
Sonntag, 4. Mai 2008
Yamadera, auf den Spuren des historischen Japans
Heute ist der erste von drei Feiertagen zur Golden Week, da habe ich mich entschlossen etwas das Land zu erkunden. Yamadera liegt in der Präfektur Yamagata, der westliche Nachbar sozusagen und ist kurzum gesagt eine Tempelanlage auf einem Berg. Grund genug für mich um hinzufahren. Als ich mit dem Zug in Sendai gestartet bin hat es genieselt, ich versuchte mir einzureden, dass das vielleicht eine mysteriöse Wirkung auf den Tempel gegeben hätte (so mit Nebelschwaden und so). Nach 50 Minuten Zugfahrt, immer noch Nieselregen, ich begann mir dann doch langsam sorgen zu machen, da ich nicht grade gut für eine Langzeitbefeuchtung ausgerüstet war. Kurz vor meiner Station, bei der ich aussteigen wollte, fuhr der Zug durch einen langen Tunnel durch einen Berg. Die Überraschung war, das es auf der anderen Seite des Berges keine einzige Wolke gab und die Sonne von oben (sie steht ja viel höher als in Deutschland) herunterschien. Dann wollte ich mich auf Wanderschaft zu meinem Tempel begeben, wie es mir empfohlen wurde, ich hätte ansonsten auch direkt zum Tempel weiterfahren können. Zunächst wurde ich in die Irre geführt der angegebene Weg endete an 2 Wasserfällen, die dafür immerhin sehenswert waren.
Mein nächster versuch den Trekking Course zu finden, war von mehr Erfolg gekrönt. Dieses Gefühl hielt aber nicht lange an, als ich bemerkte das selbiger geschlossen war. (Gab wohl Hochwasser, welches unglücklicherweise den Pfad mitgenommen hatte). Statt meiner Wandertour entlang eines Wildbaches durch Felsklüfte und tiefste Wildnis wurde mir nun für die knapp 7Km nur eine kleine Straße geboten.
Die bergige Landschaft und der ab und zu aufblitzenden Fluss konnten aber auch beeindrucken.
Ich kam dann in dem in einem Tal gelegenen Yamadera an.
Das Dorf erinnerte mich aufgrund der kleinen Reisfelder und der Abgeschiedenheit irgendwie an das Japan länst vergangener Tage.
Ich aß mein Mittag (Reis und Sojasoße an einem kleinen Wasserfall.
Danach machte mich auf um den Anstieg des Tempels zu finden. Während ich nun die letzten 2Stunden ganz alleine in der Wildnis aufgehalten hatte, waren die Menschenmassen am Eingang ein kleiner Schock. Ich bezahlte Eintritt und reihte mich in die Schlange ein, welche die insgesamt 1100 Stufen die Tempelanlage hochwatschelte. Die Sonne brannte mittlerweile und ich kam gut ins Schwitzen. Oben angekommen wurden meine Mühen durch einen gigantischen Ausblick belohnt: Vor mir waren zwei Täler einsehbar, das eine welches ich zuvor durchwandert hatte und ein anderes. Die Berge waren teils mit Schnee bedeckt und man konnte im Osten die Wolken über die Wipfel schauen sehen. Ich ließ mich von einem Japaner fotografieren. (Ich habe auch einen Japaner fotografiert :D). 
Dann bin ich nach ausgiebiger Erkundung wieder hinab und zum Yamadera Bahnhof. Eine halbe Stunde auf den Zug gewartet und dann im selbigen eine Stunde gestanden. Auch der Zug hatte irgenwie etwas altmodisch, hätte nur gefehlt das er mit Dampf gefahren wäre. Ergebnis dieser doch anstrengenden Reise ist ein Erschöpfungszustand, welchen ich gleich mit Huhn und Reis zu behandeln versuche.
Gute Nacht xD
Ich kam dann in dem in einem Tal gelegenen Yamadera an.
Gute Nacht xD
Samstag, 3. Mai 2008
Fotos - Erster Versuch
Ich war heute in der Innenstadt, davon Bilder, und einige die ihr eventuell interessant finden könntet.
Mein Fahrrad

Keine Hunde, Keine Fotos, Kein Dynamit

Mein Mittag (eins davon)

Kenner sollten beeindruckt sein

'Deutsches Fernsehen' in der Fußgängerzone
Mein Fahrrad
Keine Hunde, Keine Fotos, Kein Dynamit
Mein Mittag (eins davon)
Kenner sollten beeindruckt sein
'Deutsches Fernsehen' in der Fußgängerzone
Soviel für heute, bei Fragen und Intresse an weiteren Fotos bitte melden ;)
Donnerstag, 1. Mai 2008
Nomikai - ein ausführlicher Bericht über das japanische Nachtleben anhand eines Beispiels
Konnichiwa!
Am Dienstag hatte mich mein Kollege oder besser mein ‘vorgesetzter Student’ angerufen und mir gesagt das ich zu der Welcome Party des Instituts eingeladen sei, die am Donnerstag Abend stattfinden sollte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil das die Art von Party bei denen die Japaner am besten kennenlernen kann, anders als bei den inszenierten Welcome Parties für International Students. Ich habe schon in Vorbereitung auf meinen Auslandsaufenthalt und auch schon davor mir Wissen über das japanische Gruppenverhalten angeeignet. So sind Japaner quasi immer grade irgendwo zugehörig. Die Gruppen sind dabei nicht so vielfältig es gibt Firma, Familie, Freunde/Sportclub. Ist man nicht in einer dieser Gruppierungen so hat man es schwer Anschluss zu dem wahren Japanischen zu finden. Daher habe ich diese Einladung als große Ehre empfunden, mein Büro hat mich somit quasi in ihren Kreis geschlossen. Da ich die Einladung auf keinen Fall ablehnen wollte, habe ich mich auch bei meinem ‘privaten’ Japanischunterricht entschuldigen lassen. Ich habe mich um 18:20 dann auf dem Campus mit meinem vorgesetzten Studenten getroffen, der sehr gut englisch spricht. Wir sind dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren zum ‘Watami’.
Dort erfuhr ich das es sich bei dieser Art von Party um ein ‘Nomikai’ handelte, essen mit gleichzeitigem Flatrate Getränken. Ich hatte mir den Magen schon zu Hause gefüllt, weil ich nicht wusste ob es tatsächlich was gibt, aber hier in Japan kann ich immer etwas mehr essen ;). Jedenfalls warteten vor dem Lokal schon meine gesamte Abteilung (ca.10 Leute) inklusive meines Professors. Ich muss dabei anmerken das hier ein Professor einen besonderen Status hat, wenn er redet schweigen die anderen und wenn er geht, gibt’s die ganz tiefe Verbeugung (90 Grad). Das man ihn immer mit ‘sensei’(~Lehrer) anreden muss setze ich einfach mal voraus.
Jedenfalls haben wir am Eingang jeder ca.20 Euro bezahlt (Für das gebotene war das wirklich spottbillig). Wir sind dann rein und das Lokal war wie zu erwarten sehr japanisch: Schuhe aus, alles aus Holz und Papierwänden, gesessen haben wir auf dem Boden, die Beine dabei aber in einer weitere Vertiefung im Boden gesteckt (sehr bequem und gemütlich!). Angefangen haben wir mit Bier, wobei man sich immer gegenseitig nachgeschenkt hat. Salat, Sojabohnen und Krabbenchips gab es dann auch schon bald. Zudem wurde ein japanischer Eintopf auf unserem Tisch aufgesetzt, der dann fröhlich die nächsten 30 Minuten vor sich hin köchelte. (uaaahw ich wurde grade beim Schreiben von einem kleinen Erdbeben abgelenkt, aber weiter gehts). Mir wurde die Getränkekarte gereicht, von der ich mir im Laufe des Abends 2Cocktails, eine Cola und ein Sakegemisch bestellte (hatte ich ja schon bezahlt). Beim Essen ging es weiter mit Sashimi, sehr nobel präsentiert, und zu meiner Überraschung sehr lecker, nur der Gedanke daran, dass es sich um rohen Fisch handelt, konnte mich davon abhalten mehr zu essen. Dann gab es frittierte Fleischspieße, auch köstlich. Der Gemüseeintopf war das warten auch wert, er schmeckte sehr lecker, etwas scharf. Als von diesem nur noch Brühe übrig war wurden und Reis und Eier gereicht. Ich dachte mir: och, Eier, das brauchst du ja nicht essen, kennste ja. Zu meiner Überraschung waren diese aber roh, und wurden dann zusammen mit dem Reis in die Brühe gegeben, was 10 Minuten später zu einer 2.Auflage des köstlichen Onabe (der Eintopf) führte.
Während des gesamten Essens, welches insgesamt 2 Stunden dauerte, haben sich meine Kollegen mittels 2 Fässchen Bier, woraus sie ständig zapften, in Redelaune gebracht, wobei sich ihre Gespräche vor allem um ihre Freundinnen drehten und wer von ihnen denn der größte Playboy sei. Auch der Professor stieg voll drauf ein und ärgerte seine Studenten mit den Namen ihrer Freundinnen (das ist irgendwie peinlich für Japaner, das die Kollegen die Namen des Partners kennen, ein Japaner hatte mich sogar damit beauftragt den Namen des Freundes einer Kommilitonin herauszufinden).
Nach dem 2-Stunden war unsere Zeit abgelaufen und wir verließen das Lokal. Auch einige unserer Truppe gingen, der Kern von ca.7-8 Leuten entschied sich aber für ein weiteres Nomikai in einem anderen Laden. Auch wieder sehr japanisch, hier aßen wir aber nur Kleinigkeiten wie Salat und kleine Fleischspieße und konzetrierten uns aufs Trinken. Die Japaner wurden dabei sehr anhänglich, ein Kollege wurde immer mutiger und versuchte sich in seinen englischen Sprachkenntnissen. Das Gesprächthema waren nach wie vor Frauen, Freundinnen und Freunde, wie man Leute am besten wie und wann verkuppelt und wer denn nun wirklich der größte Playboy sei. Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich viel japanisch versucht habe zu sprechen/ zu verstehen. Was mir durch die Getränkeauswahl jedoch nicht unbedingt erleichtert wurde, denn es galt die merkwürdigen japanischen Getränkemischungen auszuprobieren. Ich trank Bier-Tomatensaft (irgendwie eklig), Bier- Gingerale (lecker) und 2 Sorten japanischen Sake. Einer war aus Reis hergestellt, der andere aus Süßkartoffeln, ich habe mir das gemerkt, weil mein Kollege inzwischen soviel von dem Reiserzeugnis gekostet hatte, dass er mir den Unterschied gleich 4mal erklärt hatte, aber auch ich bemerkte beim Gang durch die Flure des Lokals, dass vor allem nach den beiden Sake die bekannte Wirkung einsetzte. Es muss sehr lustig ausgesehen haben, als ich mit meinem betrunkenen Kollegen durch die Gänge getrappelt bin. Ich bin immer noch erstaunt darüber, dass ich mich weiterhin auf Englisch und Japanisch verständigen konnte. Um ein Uhr sind wir dann auch aus diesem Lokal gegangen, ich fragte wie viel ich denn bezahlen musste, die antwort war simpel: der Professor hatte uns eingeladen! Ich hatte zwar schon gehört, dass ein japanischer Chef das gerne mal tut, war dann aber doch überrascht, zumal die Rechnung auch knapp 200 Euro betrug.
Jedenfalls war ich erst um 2:20 Uhr zurück in meiner Wohnung, weil wir erst noch meinen nun vollkommen erschöpften Kollegen abholen lassen mussten und ich dann zu Fuß zum Campus zurück musste, wo mein Fahrrad auf mich wartete. Auf dem Fußweg konnte ich noch die 2 übrig gebliebenen Japaner mit Geschichten aus Deutschland erfreuen, z.B wie schnell man auf der Autobahn fahren kann und das man wenn man Mercedes fahren will einfach nur ein Taxi rufen muss. Vor allem der letzte Punkt sorgte für große Augen. Mir wurde noch erzählt, wo man in Sendai noch hingehen kann um ein Nomikai zu haben und andere für diesen Blog gesperrte Details.
So das war gestern, der Tag heute ist schon fast gelaufen, ich plane jetzt meinen Ausflug für die GOLDEN WEEK (Wikipedia), ich habe gestern schließlich einen guten Tipp bekommen. Und den Sonnenschein draußen werde ich auch noch genießen, da es im Juni in der Regensaison wohl tatsächlich JEDEN TAG regenen soll.
Naja, bye~
Am Dienstag hatte mich mein Kollege oder besser mein ‘vorgesetzter Student’ angerufen und mir gesagt das ich zu der Welcome Party des Instituts eingeladen sei, die am Donnerstag Abend stattfinden sollte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil das die Art von Party bei denen die Japaner am besten kennenlernen kann, anders als bei den inszenierten Welcome Parties für International Students. Ich habe schon in Vorbereitung auf meinen Auslandsaufenthalt und auch schon davor mir Wissen über das japanische Gruppenverhalten angeeignet. So sind Japaner quasi immer grade irgendwo zugehörig. Die Gruppen sind dabei nicht so vielfältig es gibt Firma, Familie, Freunde/Sportclub. Ist man nicht in einer dieser Gruppierungen so hat man es schwer Anschluss zu dem wahren Japanischen zu finden. Daher habe ich diese Einladung als große Ehre empfunden, mein Büro hat mich somit quasi in ihren Kreis geschlossen. Da ich die Einladung auf keinen Fall ablehnen wollte, habe ich mich auch bei meinem ‘privaten’ Japanischunterricht entschuldigen lassen. Ich habe mich um 18:20 dann auf dem Campus mit meinem vorgesetzten Studenten getroffen, der sehr gut englisch spricht. Wir sind dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren zum ‘Watami’.
Dort erfuhr ich das es sich bei dieser Art von Party um ein ‘Nomikai’ handelte, essen mit gleichzeitigem Flatrate Getränken. Ich hatte mir den Magen schon zu Hause gefüllt, weil ich nicht wusste ob es tatsächlich was gibt, aber hier in Japan kann ich immer etwas mehr essen ;). Jedenfalls warteten vor dem Lokal schon meine gesamte Abteilung (ca.10 Leute) inklusive meines Professors. Ich muss dabei anmerken das hier ein Professor einen besonderen Status hat, wenn er redet schweigen die anderen und wenn er geht, gibt’s die ganz tiefe Verbeugung (90 Grad). Das man ihn immer mit ‘sensei’(~Lehrer) anreden muss setze ich einfach mal voraus.Jedenfalls haben wir am Eingang jeder ca.20 Euro bezahlt (Für das gebotene war das wirklich spottbillig). Wir sind dann rein und das Lokal war wie zu erwarten sehr japanisch: Schuhe aus, alles aus Holz und Papierwänden, gesessen haben wir auf dem Boden, die Beine dabei aber in einer weitere Vertiefung im Boden gesteckt (sehr bequem und gemütlich!). Angefangen haben wir mit Bier, wobei man sich immer gegenseitig nachgeschenkt hat. Salat, Sojabohnen und Krabbenchips gab es dann auch schon bald. Zudem wurde ein japanischer Eintopf auf unserem Tisch aufgesetzt, der dann fröhlich die nächsten 30 Minuten vor sich hin köchelte. (uaaahw ich wurde grade beim Schreiben von einem kleinen Erdbeben abgelenkt, aber weiter gehts). Mir wurde die Getränkekarte gereicht, von der ich mir im Laufe des Abends 2Cocktails, eine Cola und ein Sakegemisch bestellte (hatte ich ja schon bezahlt). Beim Essen ging es weiter mit Sashimi, sehr nobel präsentiert, und zu meiner Überraschung sehr lecker, nur der Gedanke daran, dass es sich um rohen Fisch handelt, konnte mich davon abhalten mehr zu essen. Dann gab es frittierte Fleischspieße, auch köstlich. Der Gemüseeintopf war das warten auch wert, er schmeckte sehr lecker, etwas scharf. Als von diesem nur noch Brühe übrig war wurden und Reis und Eier gereicht. Ich dachte mir: och, Eier, das brauchst du ja nicht essen, kennste ja. Zu meiner Überraschung waren diese aber roh, und wurden dann zusammen mit dem Reis in die Brühe gegeben, was 10 Minuten später zu einer 2.Auflage des köstlichen Onabe (der Eintopf) führte.
Während des gesamten Essens, welches insgesamt 2 Stunden dauerte, haben sich meine Kollegen mittels 2 Fässchen Bier, woraus sie ständig zapften, in Redelaune gebracht, wobei sich ihre Gespräche vor allem um ihre Freundinnen drehten und wer von ihnen denn der größte Playboy sei. Auch der Professor stieg voll drauf ein und ärgerte seine Studenten mit den Namen ihrer Freundinnen (das ist irgendwie peinlich für Japaner, das die Kollegen die Namen des Partners kennen, ein Japaner hatte mich sogar damit beauftragt den Namen des Freundes einer Kommilitonin herauszufinden).
Nach dem 2-Stunden war unsere Zeit abgelaufen und wir verließen das Lokal. Auch einige unserer Truppe gingen, der Kern von ca.7-8 Leuten entschied sich aber für ein weiteres Nomikai in einem anderen Laden. Auch wieder sehr japanisch, hier aßen wir aber nur Kleinigkeiten wie Salat und kleine Fleischspieße und konzetrierten uns aufs Trinken. Die Japaner wurden dabei sehr anhänglich, ein Kollege wurde immer mutiger und versuchte sich in seinen englischen Sprachkenntnissen. Das Gesprächthema waren nach wie vor Frauen, Freundinnen und Freunde, wie man Leute am besten wie und wann verkuppelt und wer denn nun wirklich der größte Playboy sei. Wobei ich aber auch sagen muss, dass ich viel japanisch versucht habe zu sprechen/ zu verstehen. Was mir durch die Getränkeauswahl jedoch nicht unbedingt erleichtert wurde, denn es galt die merkwürdigen japanischen Getränkemischungen auszuprobieren. Ich trank Bier-Tomatensaft (irgendwie eklig), Bier- Gingerale (lecker) und 2 Sorten japanischen Sake. Einer war aus Reis hergestellt, der andere aus Süßkartoffeln, ich habe mir das gemerkt, weil mein Kollege inzwischen soviel von dem Reiserzeugnis gekostet hatte, dass er mir den Unterschied gleich 4mal erklärt hatte, aber auch ich bemerkte beim Gang durch die Flure des Lokals, dass vor allem nach den beiden Sake die bekannte Wirkung einsetzte. Es muss sehr lustig ausgesehen haben, als ich mit meinem betrunkenen Kollegen durch die Gänge getrappelt bin. Ich bin immer noch erstaunt darüber, dass ich mich weiterhin auf Englisch und Japanisch verständigen konnte. Um ein Uhr sind wir dann auch aus diesem Lokal gegangen, ich fragte wie viel ich denn bezahlen musste, die antwort war simpel: der Professor hatte uns eingeladen! Ich hatte zwar schon gehört, dass ein japanischer Chef das gerne mal tut, war dann aber doch überrascht, zumal die Rechnung auch knapp 200 Euro betrug.
Jedenfalls war ich erst um 2:20 Uhr zurück in meiner Wohnung, weil wir erst noch meinen nun vollkommen erschöpften Kollegen abholen lassen mussten und ich dann zu Fuß zum Campus zurück musste, wo mein Fahrrad auf mich wartete. Auf dem Fußweg konnte ich noch die 2 übrig gebliebenen Japaner mit Geschichten aus Deutschland erfreuen, z.B wie schnell man auf der Autobahn fahren kann und das man wenn man Mercedes fahren will einfach nur ein Taxi rufen muss. Vor allem der letzte Punkt sorgte für große Augen. Mir wurde noch erzählt, wo man in Sendai noch hingehen kann um ein Nomikai zu haben und andere für diesen Blog gesperrte Details.
So das war gestern, der Tag heute ist schon fast gelaufen, ich plane jetzt meinen Ausflug für die GOLDEN WEEK (Wikipedia), ich habe gestern schließlich einen guten Tipp bekommen. Und den Sonnenschein draußen werde ich auch noch genießen, da es im Juni in der Regensaison wohl tatsächlich JEDEN TAG regenen soll.
Naja, bye~
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