Die beiden letzten Tage in Tokyo sollten nochmal zur Hölle werden. Vor allem weil das Wetter nochmal 1-2 Schippen Kohle nachfeuerte. Es waren dann zwar nur 34 Grad, aber eine Luftfeuchtigkeit, die mein T-Shirt nichtmal eine Stunde am Tag trocken ließ. Dienstag haben wir dann eine erbarmungslose Wanderung durchgezogen, weil wir der Meinung waren, dass nur U-Bahn ja auch irgendwie langweilig sei. Also sind wir einmal um den Kaiserpalast gewandert, wobei wir ab und zu Abstecher zu Dingen gemacht haben, die interessant aussahen.


So gelangten wir auch zu einem Tempel in dem die Kriegsopfer geehert wurden. Im Tempelmuseum standen eine Zero mit passendem MG und etwas Artellerie...ähm ja.

Zu kaufen gabs Bücher wie man am besten Krieg führt und dazu passend die alte japanische Flagge. Es handelte sich bei dem Tempel übrigens um den selben, wofür Japan mindestens einmal pro Jahr einen Rüffel bekommt.
Wie dem auch sei. Wir sind dann weiter durch Ginza, der Edelmeile, am Kabukitheater vorbei, am Fischmarkt in Tsukiji vorbei und dann so lange weiter gradeaus, bis wir auf einer der künstlich im Meer angelegten Inseln waren, wo unter anderem das Tokyo Big Sight (Messe) zu sehen ist.

Abends sind wir dann nochmal auf der selben Insel nach Odaiba, laut Reiseführer ein Amusement-Center. Mittlerweile schon dunkel hatte man hier über die Bucht von Tokyo einen grandiosen Ausblick auf die Skyline, die wie es dann auch nicht anders zu erwarten war voll mit japanischen Pärchen bestaunt wurde -.- Wenn man also eine Japanerin abschleppen möchte sollte man hierherkommen denk ich mal.


Wir sind dann schnell abgedüst, es war mittlerweile 22h, zurück zum Hotel.
Der letzte Tag war dann nochmal noch heißer. Morgens schafften wir es grad mal die Todai (Uni) zu besichtigen

und in der Mittagssonne haben wir uns die Zeit in einem schattenspendenden Park vertrieben. (Auch wenn das Bild grade keinen Schatten zeigt ;))

Sind dann nochmal Shinjuku angucken gefahren, zumal dort auch unser Bus um 23h losfahren sollte. Naja Shinjuku angeguckt. Viele große Gebäude, toll.

Mit zunehmender Reisedauer und Hitze war die Wahrnehmung halt nicht mehr so toll wie am ersten Tag ;)
Naja ich schaffte es noch mich daran zu erinnern Omiyage zu kaufen. Was ist das? Nun ja, wenn Japaner verreisen, sind sie stets am Essen der bereisten Region interessiert. Omiyage sind Mitbringsel für Kollegen und Freunde. Ich selbst konsumiere sie sehr gerne. Diese Omiyage können unterschiedlich sein, allerdings kann man alle essen. Meist ist es irgendein Gebäck gefüllt mit etwas. Beispielsweise hatte ich mal ein Gomatamago ('Sesamei') Es war ein weicher Teig ,gefüllt mit Sesampate und in Eiform gepresst. Lecker. Nun, wenn man also eine Reise in Japan macht sollte man auch was Mitbringen, gehört zum guten Ton. Weil alle Japaner das aber tun hat sich ein Markt in den Bahnhöfen gebildet, wo man die immer in Schachteln verpackten Leckereien exklusiv und teuer verpackten Omiyage erwerben kann. Ich musste für mein Büro UND meinen Handballclub einkaufen und kam auf etwa 40 Euro für 3 Schachteln. (Wenigstens sind sie gut angekommen) Hier ein Foto. Die äußerste Verpackung ist schon weg.

Als letzten Kraftakt haben wir uns dann die andere Seite des Shinjuku-Bahnhofs ausgesucht, da sollte dann noch ein Amüsierviertel sein. War es auch, etwas rötlicher als Roppongi, viel japanischer mit Anwerbern und komischen Läden.

Naja, eigentlich zu erschöpft mit schmerzenden Beinen und Füßen dann zur Bushaltestelle und auf den Bus gewartet. Der stellte sich zwar als komfortabeler als der erste heraus, mit Schlafvisieren, Schlaf war bei mir jedoch Fehlanzeige.

Donnerstag sind wir dann um 6h in Sendai angekommen, noch nen Stündchen aufn Bis gewartet und dann nach Hause. Ich war erst am Samstag nachmittag wieder richtig fit, zumal ich mir in den viel zu kalt klimatisierten U-Bahnen ne Erkältung eingefangen hatte. Samstag abend war ich dann aufm Konzert, Vidoll, die auf dem besten Weg sind meine neue Lieblingsband zu werden. War also auch sehr nett.
So schnell etwas in Eile fertiggeschrieben. Ich bin etwas unter Druck. Zum einen musste ich heute noch an einem kleinen Report für die Uni rumwerkeln, allgemein hab ich dann noch ein bisschen im Büro für den morgigen 'Open-Campus' ausgeholfen. Und morgen früh gehts bis donnerstag abend nochmal nach Nikko, einen Onsen und Nissan (wenn mich nicht alles täuscht die Autofabrik). Also davon werdet ihr sicherlich auch noch erfahren.
Bye
Ende Der Glutkessel