Samstag, 27. September 2008

Sachen, die mir in Japan gefallen: Die Bilder

ja, Mist. Onsen hab ich total vergessen. Mein Favorit ist weiterhin der Sakunami.

So nun zum Rest:
Die Dusche ist eine Gemeinschaftsdusche, die ich mir mit meinem Flur teile. Also 3 Duschen und 8-10 Leute, wieviele genau hab ich vergessen ;)
Sie wird immer sauber gemacht von einem Putzteam, das von der Verwaltung angefordert wird (jeden Werktag). Sauber wird sie aber nie. Könnte daran liegen, dass sie keinen Hochdruckreiniger haben.
Hier die Fotos, Service ohne Picasa anklicken zu müssen:

mein geliebtes Handy
meine geliebte neue Tasse von zwei Seiten
(Road, D-Grayman)

mein geliebter skurriler Regen- und Sonnenschirm

meine Einrichtung Teil 1
meine Einrichtung Teil 2
(auch wenn das auf dem Bild schlecht einzufangen ist, sie hilt dieses wirklich hässliche Zimmer besser zu machen)
und zum krönenden Abschluss


...


...


...


meine ungeliebte Dusche, die es aber doch schafft, dass ich sauberer aus ihr rauskomme als ich reingegangen bin oO




Bis demnächst! Guten Appetit!

Freitag, 26. September 2008

Sachen, die mir in Japan gefallen

Ich werde jetzt hier mal eine kleine Aufzählung machen über Dinge, die mir hier besonders gefallen:

-Ich mag die Kombinis (Convenience Stores), sie haben immer auf und wenn ich mir nachts um 3:00h eine Konzertkarte kaufen will, kann ich mir sicher sein, dass ich freundlich vom Verkäufer begrüßt werde.

-Ich mag mein Handy. In Deutschland mir meist zu klein, wird das Handy hierzulande als Schmuckstück angesehen, das man mit Stickern und anhängern verzieren kann. Ich freue mich immer wenn ich es sehe.

- Ich mag meine Yodobashi-Punktkarte (Elektromarkt), die 10% vom Kaufpreis Rabatt fürs nächste mal gutschreibt.

- Ich mag meine CP,m weil sie jedesmal eine andere Überraschung, beabsichtigt oder nicht, auf Lager hat.

- Ich mag die Konzerte, weil ich hier NUR den Eintritt + Getränk bezahlen muss. In Deutschland muss ich nach Berlin oder Hamburg fahren, für Musik, die mich interessiert.

- Ich mag den Laden ganz oben im Forus (Kaufhaus), weil er jedesmal andere skurille Gegenstände anbietet.

- Ich mag die Innenstadt, weil ich dank der Überdachung nicht nass werde wenn es regnet.

- Ich mag meine Badelatschen, weil sie mich vor direktem Kontakt mit dem Schimmel in meiner Dusche schützen.

- Ich mag Purikura-Automaten, den egal wen man fotografiert, er sieht auf dem Foto immer besser aus.

- Ich mag Udon, Ramen, Soba, Melonpan, Pocari Sweat, Lipton Milk Tea und Aquarius Freestyle. (Getränke und Essen)

- Ich mag meine kleine Tasche, die mir an die Hose hängen kann und dann weniger vollgepackt aussehe.

- Ich mag meine Haare, meistens.

- Ich mag, dass sich hier um alle ausländischen Studenten gekümmert wird.

- Ich mag das Hook mit außergewöhnlicher Musik, für außergewöhnliche Menschen.

- Ich mag meine neue Tasse, die ich mir in Fukuoka gekauft habe.

- Ich mag Dir en grey, weil sie nun hier ihr zweites Konzert geben.

- Ich mag es meine Reisen zu planen um dann komplett von irgendwas umgeschmissen werden aber doch irgendwie funktionieren.

- Ich mag mein Handy wirklich.

- Ich mag meine Zimmer-Dekoration.

- Ich mag meine Japanischlehrerin in der Uni und hoffe wieder in ihren Kurs zu kommen. Sie hat's einfach drauf.

- Ich mag meinen Academic-Advisor, Suzuki-kun, weil er mir immer ganz ausführlich auf meine Fragen antwortet und meine anderen Kollegen.

- Ich mag die Mensa, weil sie billig ist.

- Ich mag den komischen Typen, der immer meinen Blog kommentiert.

- Ich mag Städte von oben bei Nacht.

- Ich mag vermooste Tempel.

- Ich mag meinen herrlich anderen Regenschirm.

So mehr fällt mir nicht ein, vllt. schreib ich ja mal ne Fortsetzung, bei Anfrage mache ich auch Bilder von den aufgezählten Gegenständen/ Personen. Adieu.

Samstag, 20. September 2008

Kyushu - Das Ende

Hier schnell das Ende der Reise:
Fukuoka, letzter Tag. Ich bin morgens dekadent von meinem Hotel mit dem Taxi zum Bahnhof, Gutschein sei dank. Dann mit dem Zug knapp zwei Stunden nach Hakata. Zum Hotel und auf gings zum ersten Ziel, einem Tempel, der den größten Holzbuddha Japans beinhaltet. Der Buddha war groß, aber viel mehr gab es dann auch nicht zu sehen, immerhin musste ich keinen Eintritt bezahlen.
Es war ca. 13h und ich bin dann zu Fuß weiter zu dem Udonlokal, welches mir am ersten Tag meiner Reise empfohlen wurde (siehe Fukuoka Tag 1) und aß das selbe Gericht wieder mit selber Zufriedenheit. Jetzt ging es nach Canal City. Fukuoka war übrigens genauso wie ich es vor ein paar Tagen in Erinnerung habe: heiß und schwül. Die Sonne brannte förmlich vom Himmel, vom Taifun keine Spur, der sollte sich nun mittlerweile in abgeschwächter Form über Tokyo befinden, wenn er noch etwas durchhält habe ich die große Ehre ihn in Sendai wieder zu begegnen. Herrlich. Aber zurück zu Canal-City. Letztes mal nur mal abends kurz vorbeigeschneit habe ich es heute etwas länger durchforstet. Es handelt sich dabei um eine riesige Erlebnis-Mall. Voll mit Geschäften, die von einem Merchandise Store von Manga/Animes über Kleidung bis hin zu einem japanischen Ikea-Klon reichten. Dabei waren auch mehrere Kinos, Spielcenter und reichlich Cafes und Eisbuden (Japaner lieben Eis). Perfekt für einen Samstagnachmittag zum...na was man auch immer halt will. Alles sehr schön und neu, läd wirklich ein und ich habe bei weitem nicht alles gesehen.
Ich bin mit dem Bus dann vom Tenjin-Buscenter gen Westen gefahren, Richtung ‘Hawk City‘. Dabei musste unser Bus eine von ihrer Größe relativ ansehliche Brücke überqueren, die ich auch fotografsch festhalten konnte. Während ich mich noch über die Brücke freute wurde eine ältere Dame die neben mir stand unruhig (der Bus war proppevoll). Sie begann sich mit ihren beiden Freundinnen zu unterhalten und meinte dann auf Japanisch zu mir, dass ich weißer sei als sie. Dazu als Erklärung: viele Japanerinnen versuchen helle Haut zu bekommen/ bewahren. So sieht man immer wieder Frauen mit Sonnenschirmen oder Armstulpen. Auch Bleaching Cremes sind gefragt. Ich selbst benutze aber nur eine Sonnencreme mit eine Faktor von 50. Sie hielt ihren arm neben meinen und bewunderte meine Färbung. Darauf drehte ich meinen Arm aber herum, so dass sie die Unterseite sehen konnte, die ja dann bei mir richtig bleich ist. Die Provokation hat gezogen: sie musste lachen und haute mir eine rein (rein freundschaftlich ;) ).
Ich muss für Japaner (besonders ältere Damen) echt bleich sein, denn bereits gestern sagte mir eine der Sandbaddamen immer wieder wie schön weiß ich doch sei. Ich werde diesen Sachverhalt weiter untersuchen...
Angekommen in Hawk City (ebenfalls eine Mall). Diese war allerdings im Zeichen des Baseballs und direkt an den Yahoo-Dome angebunden, dem Stadion der Softbank Sea Hawks. Das erklärte auch warum der Bus bis zum Platzen gefüllt war: in 2 Stunden war Spielbeginn. Ich überlegte mir kurzzeitig reinzugehen, entschied mich aber dagegen und nahm mir vor, das lieber in Sendai bei meinen heimischen Rakuten Eagels zu machen. Ich ging aber trotzdem in den Souvenirshop und kaufte Sea-Hawk Omiyage (Omiyage: siehe Tokyo)für meine Kollegen um sie ein bisschen zu triezen. (So ähnlich als wenn man einem Bayern-Fan eine Schalke Fahne schenkt...obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass das irgendwen freuen könnte).
Dann bin ich weiter zum Fukuoka Tower, dem zweithöchsten Japans (nach Tokyo). Aber eine sehr nette Konstruktion. Bin rauf Stadt von oben gesehen und hab dann etwas rumgegammelt und auf die Dämmerung gewartet, um ein Wiedersehen mit meinen geliebten blinkenden Lichtern zu feiern. Hat über 2 Stunden gedauert, war es aber wie immer wert.
Danach hatte ich nur noch ein Ziel: Ichiran. Ein Ramenlokal, welches mir von meiner Kollegin ans Herz gelegt wurde. (Nebenbei danke ich ihr hiermit, dass sie mir immer warmen Kakao macht und mir letztes mal japanische Birnen geschält hat, zudem hat sie mir gesagt, wenn ich denn ins DisneyLand nach Tokyo wolle müsse ich mich nur bei ihr melden, sie würde mir Rabatt verschaffen. Vielen Dank!). Also Ichiran. Es war ein ganz anderes Ramenlokal als gewohnt. Am Anfang wurde ich von der Empfangsdame in eine kleine Box im zweiten Stock gelotst, die dann mein Platz war. Neben meiner waren noch andere Boxen, alles sehr eng, wie immer. Vorne in meiner Box war ein Vorhang, dahinter die Küche. Ich bekam ein Zettel und muste ankreuzen wie ich denn meine Ramen haben wollte: wieviel Fett, Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Schärfe, Nudelkonsistenz,etc) dann bezahlt (ca 5 Euro) und meine Ramen bekommen. Lecker. Um eine Variation vorzunehmen bestellte ich mir etwas Nachschlag und änderte dabei die Konsistenz meiner Nudeln. Nicht ganz so gut, aber auch nicht schlecht. Dann ins Hotel. Koffer Flugfertig machen.
Morgens früh aufgestanden, zur U-Bahn, zum Flughafen und ab nach Sendai. Erst dort merkte ich wie warm es den in Fukuoka war, denn ich brauchte auf einmal den Pulli wirklich, nicht nur um Gewicht beim Koffer einzusparen.

Naja Fazit der Reise: Ist städtischer geworden als ich dachte und der Taifun hat auch noch seine Rolle gespielt. War aber alles im allen ganz gut. Fest steht aber auch das ich das nächste mal nicht alleine Reisen werde, ist auf Dauer sehr ermüdend, da man ja auch immer die Kontrolle behalten muss ;)

So bis zum nächsten Eintrag bye

Donnerstag, 18. September 2008

Kyushu - Beppu: Himmel und Hölle(n)

Viel zu erzählen, desshalb gleich los: Um 7h bin ich aufgestanden und dann mit dem Hotelbus zum Bahnhof wo ich mich für eine Tour durch die 'Höllen Beppus' führen sollte. Ging auch gleich los. Nach einem 5minütigen Regenschauer stoppte der Regen und es klarte auf. Sonnenschein, endlich! Der Taifun ist quasi nur im Süden unterwegs und nun schon fast von der Insel. Naja, zurück zu den Höllen: das sind heiße Quellen, die in verschiedenen Farben schimmern, dampfen, nach Schwefel riechen und schön anzusehen sind (siehe Picasa). Unsere putzige Reisfeührerin führte uns mit ihrem Fähnchen herum und nach ein paar Stunden hatten wir alle gesehen (bis auf eine, die aber nicht soo toll sein soll). Das war einer der Gründe warum ich mir Beppu ansehen wollte. Der zweite ist nicht unbedingt auf Beppu bezogen, aber da es hier möglich war habe ich es getan. Es handelt scih hierbei um meine tödliche Mission: Mittagessen. Gericht: Fugu (Kugelfisch). Bin pünktlich um 12h in meinem rausgepickten Restaurant angekommen und habe mich vollkommen furchtlos an meinen Tisch gesetzt. Natürlich war ich bei einem echten Experten, alle Gerichte waren mit Kugelfisch. Ich bestellte mir Sashimi (rohe Scheibchen) und Karaage, Fugu frittiert. Zuerst kam das Sashimi: die Scheiben auf dem Teller verteilt mit etwas Leber des Fisches, sowie Hautstücke. Ich nahm die erste Scheibe aß sie und fand das es angehem zu kauen war (gute Konsistenz) und auch sonst nicht schlecht. Allerdings war das Häufchen Leber irgendwie eklig, aber da ich es bezahlt hatte, runter damit, zumal die Leber auch als sehr giftig gilt (wenns der Koch versaut). Alsi ich aufgegessen hatte, kam nach kleiner Wartezeit mein frittierter Fugu, der wie frittierter Fisch schmeckte. Also konnte ich nach dem Mittag ein weiteres Häkchen auf meiner Liste machen, auch wenn ich dafür sehr tief in die Tasche greifen musste (ca.50 Euro). Danach in die nächste Attraktion: einer DER Onsen Japans Takegawara (Beppu ist eine Onsen-Stadt). Hier nahm ich nochmal ein Sandbad und konnte es diesmal sogar erfolgreich fotografisch festhalten lassen. Völlig fertig konnte ich danach auf einen meiner 3 verbleibenden Taxigutscheine zurückgreifen und ließ mich zum Mount Takasaki fahren, fuhr in hoch und landete bei seinen Bewohnern: Affen. Überall frei herumlaufende Affen. Nachdem ich mich an den hunderten von Primaten sattgesehen hatte bin cih wieder mit einem Taxigutschein zu der letzten verbleibenden Hölle gefahren: schon geschlossen. Aber gegenüber war ein Museum, das noch geöffnet hatte...Ein Sexmuseum! Mein Reiseführer hatte dieses sogar empfohlen und ich bin reingegangen. Ich habe seh 'interessante' Bilder drin gemacht, ein genauer Bericht und Bilder wird es aber nicht öffentlich geben, damit ich weiter unter 'jugendfrei' bloggen kann. Wer will kann aber anfragen) Etwas verstört kam ich wieder raus und bin dann mit dem Bus in der Stadt rumgefahren, endete am Bahnhof, habe etwas gegessen (ja, es war wieder Mister Donut) und dann den Hoteleigenen Bus zurück. Toller Tag. Gleich noch in den Onsen vom Hotel. Und morgen muss ich dann zurück nach Hakata/Fukuoka. Ein Taxigutschein hab ich noch für morgen früh und werde nach der Zugfahrt ca. um 12h in Hakata ankommen. Ob ich morgen noch blogge weiß ich noch nicht muss ich schauen, aber ihr werdets ja merken. Aber ich sag schonmal für Sonntag: ich werde morgens aus Fukuoka losfliegen und dann Mittags wieder in Sendai sein, hab dann nachmittags ne Verabredung und dann bin ich wieder daheim.
Naja, vielleicht bis morgen.
バイバイ

Kyushu - Miyazaki : Regen-Rondo

Joa, da bin ich wieder.
Nach etwas Internet-Abstinenz hat mein Hotel nun wieder Verbindung zum www. Ich befinde mich jetzt in Beppu. Aber erstmal zu gestern in Miyazaki. Ich bin morgens in Ibusuki los, die Palmen haben mir schon angezeigt, dass der Taifun wieder ein Stück näher gelommen ist, da sich die Blätter stark verbogen. Allerdings regnete es nicht. Nach etwas Zugfahrt über Kagoshima nach Miyazaki, kam ich etwas misstrauisch (auf das Wetter bezogen) an. Ich machte erste Fotos und fuhr zum Hotel, das weit weg vom Bahnhof war. Als ich dort eincheckte begann es wie zu gießen. Sehr starker Regen, was mir aber kaum Pläne durchkreuzte, da Miyazaki an klassischen Sehenswürdigkeiten in der Stadt wenig zu bieten hat. Hier ist man mehr auf Erhohlung ausgelegt und hat seine Sehenswürdigkeiten irgendwo über die Präfektur verteilt, wo sie ohne Auto nur sehr schwer mit viel investierter Zeit zu erreichen sind. Ich habe mir gedacht, wenn es schon so viel regnet, kannst du eigentlich auch ans Meer fahren und dort baden. Also habe ich einen Zug gen Aoshima genommen, eine kleine Touristenabsteige ca.20-30 Kilometer südlich mit schönem Strand und einem Schrein. Dort regnete es auch nicht soo stark und ich konnte problemlos mit meinem neu erworbenen Regenschirm am Strand spazieren gehen. Auf das Baden habe ich verzichtet, da ich der einzige gewesen wäre, es keine Aufsicht gegeben hätte und der Taifun eine wohl ablandige Strömung produziete (so sah es zumindest aus). Also bin ich etwas durch den Ort gewandert habe eine eisgekühlte Ananas gegessen (wurde mir von einer Omi angedreht), sehr lecker, ich stelle seit dem J-Pop Cafe fest, das ich eisgekühlte Früchte doch mag. Als ich wegfuhr begann es auch dort in Strömen zu regnen. Ich fuhr zum Bahnhof, aß da und dann ab ins Hotel.

Der nächste Morgen (also heute) begann dann mit frühem Aufstehen, ich wollte mir einen Tempel anschauen (gewidmet dem ersten jap. Kaiser) und dann ins Badeland. Da es aber immer noch wie bescheuert regnete, habe ich den Tempel gestrichen und bin Richtung Badeland geeiert. Das war immerhin 10km entfernt und relativ teuer zu erreichen. Ich war noch vor der Regulären Öffnungszeit vor diesem riesigem Badeparadies (ihr wisst scon, eins dieser japanischen Superbäder, mit falschem Strand usw.). Aber ich war nicht zu früh um festzustellen, dass sie nicht öffnen würden. Grund: es hatte letztes Jahr zugemacht. Fand ich toll das die Touristeninformation immer noch damit Werbung machte. Nun ja ohne Ziel zurück in die Stadt, ein 400m Gang in die Innenstadt, brachte mir wiedermals eine nasse Hose ein. Angekommen am Tiefpunkt meiner Motivation um ca. 11h. Um 14:55 fuhr der erste Zug Richtung Norden. Es ward also an der Ziet meine Geschicke nun selbst zu beeinflussen. Da mir nur die Innenstadt blieb und es 12h wurde dachte ich, etwas gutes zu Essen könnte mich aufheitern. Also nahm ich mir die lokale Spezialität das Miyazaki-Rind vor. Zwar nicht Kobe-Rind, aber laut Broschüre weit oben unter den Rindfleischcities in Japan. Als ich endlich ein lokal gefunden hatte und die Speisekarte betrachtete, wurde ich etwas kleinlaut und nahm das mit Abstand günstigste Steak mit 2500Yen (20 Euro). Im Preis war ein Getränk, ein Salat, Reis und Gemüsebeilage mit drin. Das Steak wurde mir roh von meinem Koch präsentiert und dann auf der Kochplatte direkt vor mir (quasi auf meinem Tisch) zubereitet, flambieren inklusive, ich mampfte dabei etwas Salat. Dann machte ich mich an den ersten Teil des Steaks ran, der Koch bruzeltein der Zwischenzeit meine Gemüsebeilage und war schlichtweg einfach nur beeindruckt, wohl eins der besten Rindsteaks, die ich jemals gegessen hatte!!! Die zweite Portion wurde zubereitet, als die Gemüsebeilage fertig war. Köstlich, Moral zurück. Eine Überraschung war dann die Rechnung statt, der 2500 musste ich nur 1200 Yen bezahlen. Warum weiß ich nicht, aber egal, war auch noch billig! Dann war ich noch in nem Cafe und habe meine MIster Donut-Clubkarte weiter aufgefüllt, bevor ich dan aus diesem Miyazaki verschwunden bin. In dem vollsten Zug mit dem ich jemals gefahren bin, alle Schulen hatten grad Schluss und ich stand da mit den Jungen und Mädels eng an eng mit 0 Freiraum. Zum Glück sind die alle bald raus. Dann bin ich 5 Stunde Zug gefahren und 20h in Beppu angekommen. Dann wurde alles gut: Meine vier ausgedruckten zusätlichen Zettel, die ich zusätzlich von dem Hotel in Beppu bekommen hatte, entpuppten sich als Gutscheine für gratis Taxifahrten. Sehr schön. Ich also rein ins Taxi und mich in mein arg weit entferntes Hotel fahren lassen, in dem aber schon Francesco totti, Pippo Inzaghi und Del Piero übernachtet haben. Das beste Hotel bislang. Ich werde gleich nochmal den Onsen ausprobieren.
Achso, der Taifun ist auf Kyushu angekommen, regnet wie bescheuert, teilweise etwas Wind (aber nicht so schlimm). Mal sehen wie der sich weiter verhält.
So nun relaxen, morgen habe ich eine tödliche Mission...

Dienstag, 16. September 2008

Kyushu - Ibusuki:Mein Begraebnis

Hallo. ich fasse mich heute kuerzer, da ich nicht meinen eigenen PC benutzen kann sondern in der Lobby des Hotels rumlungere. Desshalb gibts heute auch keine Fotos, muesst ihr warten bis ich wieder Anschluss habe, was hoffentlich morgen in Miyazaki der Fall sein wird.

Also ich bin heute in aller Ruhe aus Kagoshima abgereist, der Zug fuhr ja erst um 11:40. Es war der Nanohana DX ein Relax Zug (also kein Sightseeing). Was konnt der? Nix, etwas andere Innenausstattung (Parkett und ansonsten auch viel Holz, Foto folgt). Angekommen in Ibusuki musste ich erstmal ein Taxi yum Hotel nehmen, weil kein Bus gefahren is (was ich ziemlich komisch fand). Zudem trugen fast alle Hawaiihemden (was ich noch komischer fand). Ibusuki ist ein Onsenort (sowie Toya auf Hokkaido). D.h. in Sachen Geld musste ich fuer mein Hotelzimmer doppelt soviel hinlegen als in normalen Staedten. Mein Hotel wirkt dabei, wie die ganze Stadt, aus den 70ern. Alles sah mal gut aus und faengt langsam an einzurosten, muss ich mal einen Fragen der sich damit auskennt, denn Teile der Innenstadt sehen nahezu grausam aus und man sieht genau wo das Geld fliesst oder geflossen ist.
Ich bin dann zu Fuss vom Hotel in die Stadt, wo es DAS Erlebnis in Ibusuki gibt. Der Grund warum ich und alle anderen hierherkommen: der Onsen. Es handelt sich hier aber um einen sehr aussergewoehnlichen: anstatt in ein Becken mit heissen Wasser hineinzutauchen ist der Vorgang hier etwas anders: man bezahlt, zieht sich einen Yukata an (und nur den) geht aus dem Onsenhotel wieder heraus, zum Strand. Dort wurde ich dann von Einweisern schon begruesst und eine Stelle fuer mich vorbereitet. Ich setzte mich in den gut warmen Sand (gefuehrt von zwei aelteren Damen), die eine wickelte mein Handtuch um meinen Kopf, die andere Fragte ob alles OK sei. Dann legte ich mich hin und die beiden begannen mich mit dem Sand zu bedecken, so dass zum Schluss nur noch mein Kopf herausguckte. Ein einmaliges Erlebnis den warmen Sand ueberall zu haben, zumal er auch ziemlich schwer war, so schwer das ich meinen Herzschlag ueberall spueren konnte, es war trotzdem nicht unagenehm. Zehn Minuten wurden mir empfohlen, damit die nachgewiesene Heilwirkung einsetzt. Ich hatte einen kleinen Schirm ueber meinen Kopf aufgestellt bekommen (heute regnete es den ganzen Tag nicht, war aber sauschwuel) und konnte vor mir auf das ostchinesische Meer in unserer Bucht blicken, naeher am Strand, dampfte es. Nach ca. 10 Minuten befreite ich mich dann aus meinem Sandhuegel(so hatte es mir eine meiner `Totengraeberinnen` erklaert). Geschwitzt wie bekloppt, ueberall den Sand am kleben und vom Gefuehl her in etwa so als ob ich grade eine Schlaegerei verloren haette, also absolut gut ;) Danach benutzte ich noch den normalen Onsen des Sandhotels, was im Preis mit drin war. Ich wanderte noch ein bisschen durch den Ort. Die Schule war wohl grade aus und alle Schulkinder gingen an mir vorbei, einige mutige testeten ihr Englisch indem sie Good Morning sagten. Ich habe sie freundlich zurueck gegruesst, worueber sich alle freuten. Nun denn. Ich marschierte zurueck zu meinem Hotel und stellte fest das auch mein Hotel Leute in Sand eingraebt. Kostet etwas mehr hat aber soweit ich weiss keinen Strand und keine Bucht. Ich werde morgen trotzdem frueher aufstehen und mich zu Beginn des Tages mal begraben lassen. Ansonsten steht morgen die Fahrt nach Miyazaki an. Aehnlich eine Unbekannte wie einst Kumamoto, aber wenn gutes Wetter ist spiele ich mit dem Gedanken einiger Outdoor-Aktivitaeten, welche dazu morgen(hoffentlich) mehr. Denn ab heute wird offiziell vor dem heransausenden Taifun gewarnt. Er nennt sich kreativerweise Taifun Nummer 13 und wir am 19 hier in der Kagoshima-Praefektur auf Kyushu anwirbeln. Zu dem Zeitpunkt sollte ich allerdings am anderen Ende der Insel in Beppu sein, ich hoffe er beintraechtigt nicht allzu viel. Ich habe noch immer leichte Panik, dass er mein Flug canceln koennte. Aber das kann ich jetzt eh nicht beeinflussen. じゃねええー

Montag, 15. September 2008

Kyushu - Kagoshima: Jurassic Park

Hoi,
bin heute morgen früh aufgestanden, gefrühstückt und bin dann zu der bushaltestelle, an der meine bustour beginnen sollte gegangen. Ich sollte erwähnen, dass es in Strömen geregnet hat, so dass meine Füße schon an der Bushaltestelle nass waren (trotz Regenschirm). Naja die Gruppenreise im Bus startete trotzdem. War nur etwas arge Beteiligung. Außer mir waren eine Familie mit 2 Kindern, ein Ehepaar, ein älteres Ehepaar und drei jeweils allein Reisende Frauen. Fand ich interessant, weil man nur selten Japaner alleine verreisen sieht, grade Frauen. Naja wir sind vom Bahnhof losgefahren und haben noch 2 Attraktionen in der Stadt angeschaut bevor wir zum Hafen fuhren. Wir bekamen pinke Regenschirme, was mir aber nix nutzte, jetzt war auch meine Hose nass. Die Reiseführerin, entschuldigte sich immer wieder für das Wetter, sagte uns aber immer wo wir was hätten sehen können, wenn die Sicht nicht so schlecht wäre...
Mit einer regelmäßig verkehrenden Fähre sind wir dann auf Sakurajima, der Vulkaninsel, übergesetzt. Es kam mir vor wie im Film. Dauerregen, Palmen, alles grün überwachsen, nur manchmal schaute der schwarze Boden oder bizarre Steinformationen hervor, mittendrin der Vulkan. Wir haben ihn einmal umfahren und sind viermal ausgestiegen um uns besonders gute Aussichten zu verschaffen, zum Essen oder um was zu kaufen. Örtliche Spezialitäten, wie die riesigen Rettiche, die hier bis zu 30Kg schwer werden oder die winzigen Organgen von nur 3cm Größe. Ich selbst habe vom Souvenirshopinhaber ne Schnapsprobe bekommen und hab ihm dann auch ne Flasche abgekauft. Bei den Aussichten sind wir in die Regenfalle geraten: ich hatte des argen Regens und trotz Schirms eine komplett nasse Hose, von den Schuhen ganz zu schweigen. Man hat zwar nbicht viel gesehen, aber ein wenig immerhin und nach 'Furz' hat es auch wieder gerochen, dazu noch dieses Jurassic Park - Feeling. Toll. Das ist dann wieder mit der Rückfahrt langsam gewichen und ich war dann kurz nach 15h nach einem kleinen Zwischenstopp in der Innenstadt wieder im Hotel. Da hab ich erstmal nach 6 Stunden nassen Füßen ein warmes Bad genommen und mich kurz neu geordnet, als ich mir dann dachte nochmals anzugreifen. Wegen dem wirklich bösen Regen, eine echte Motivationskrise. Ich bin dann zum Bahnhof, Ticket für morgen in einem Sightseeing Zug (keine Ahnung was das genau is, aber er war genauso teuer wie der reguläre Zug den ich sonst genommen hätte) gekauft und eine Runde mit dem Riesenrad gefahren. Im Bahnhof ist auch eine Mall, so dass ich mir die Zeit dort vertrieben hab. Ich nutzte die Chance und bin das erste Mal in ein J-Pop Cafe gegangen. War ein tolles Erlebnis, ich bestellte mir unter anderem ein J-Pop-Parfait. Konnte ich mir nix drunter vorstellen. Ich bekam dann einen Becher mit allerhand Früchten (Erdbeer, Orange, Mandarine, Banane, Kiwi, Apfel,etc.) mit Sahne und Eis. Grandios. Kleine randnotiz: ich habe mich das erste mal mit einem Gal-Girl unterhalten (in diesem Fall die Bedienung). Wieder ein Haken auf der Liste mit den Sachen die man mal gemacht haben sollte.
Ich bin dann wieder Richtung Hotel. Morgen kann ich etwas länger (bis 9h) schlafen, weil der Zug erst später nach Ibusuki abfährt. Joa in Ibusuki gibts nur eine Sache die man machen kann, dazu morgen aber mehr -> Spannungsbogen ;)

Anmerkung zum Regen: der starke Regen ist auf einen Taifun zurückzuführen, der Kyushu bald erreichen wird (übermorgen glaub ich), bis dahin sollte ich aber aus der gröbsten gefährdeten Zone raus sein, wenn nicht : ich kann schwimmen.

feuchte Grüße

Sonntag, 14. September 2008

Kyushu - Kagoshima: Eisenbahnen und 'schockierende Erlebnisse'

Hoi. Zuerst: eine Reise nach Tokyo ist ausgefallen, oder auf früher verschoben worden, den 21. an dem komme ich aber erst zurück, also fehlt mir ein halber Tag und es passt nicht. Ich wurde zwar gefragt und ich meinte auch das sie ohne mich fahren können, das machen sie nun auch, geärgert habe ich micht trotzdem/immernoch.
Naja dann zu meinem Radium-Onsen Erlebnis: nicht spektakulär, keine besondere Aufmachung, entspannend wie immer, mehr aber auch nicht. Und verstrahlt bin ich auch nicht, hoffe ich.
Heute morgen bin ich dann aus dem irgendwie ungeliebten Kumamoto losgefahren: Lokalzug. Ich musste 2mal umsteigen, auch wenn mir der Schaffner was komplett anderes erzählt hatte. Naja einer der Umsteigeorte war Sendai, nur das örtliche hier, witzig, freut sich jeder drüber wenn man das erzählt ;)
Naja angekommen um kurz nach 14h in Kagoshima (ja war eine lange Zugfahrt). Ich muss sagen die Stadt hat mir spontan besser gefallen als die davor, bei ungefähr der gleichen Größe (600k). Es sah einfach alle besser aus, neu und hübsch. Zudem hatte der Bahnhof ein Riesenrad eingebaut und ich glaube das werde ich morgen noch benutzen, wer kann schon von sich behaupten von einem Bahnhof mit einem Riesenrad losgefahren zu sein?
Naja Kagoshima ist eigentlich ohne besonders aufregende städtische Sehenswürdigkeiten. Ich bleibe trotzdem 2 Nächte, wieso? Grund ist die natürliche Umgebung: Kagoshima liegt an einer Meeresbucht, soweit ich mich nicht irre ostchinesisches Meer. Das erlaubt Wassersportaktivitäten, auf die ich es aber nicht abgesehen habe (eine kleine Kajak Tour die ich versuchte trotzdem zu buchen war schon voll). Worauf ich es abgesehen habe, wie die meisten anderen Touristen wohl auch ist Sakurajima. Sakurajima ist eine Insel (nicht ganz, aber von Kagoshima aus gibt es keinen Landweg zu sehen, der is auf der anderen Seite). Mitten in dieser Meeresbucht gelegen in wenigen Minuten mit einer Fähre zu erreichen. Nun das besondere ist, die Insel ist quasi ein gigantischer Vulkan, der ab und zu mal etwas Asche regnen lässt (ab und zu auch mal mehr). Der steht morgen an, ich habe mir heute nämlich eine Busreise zum Vulkan gebucht, ca. 30 Euro, dafür auch über 6 Stunden. Freue mich. Ursprünglich wollte ich ein Rad mieten und einmal rumfahren, das scheint mir aber wegen der Wettervorhersage (Regen) nicht die beste Idee zu sein. So nun musste ich noch ein wenig Zeit totschlagen und auf Morgen warten. Ich bin also zum Busbahnhof und habe mich in einen Sightseeing-Bus gesetzt, der alle Sehenswürdigkeiten (Beispielsweise ein Kunstmuseum, mal ehrlich wieso sollte ich es mir anschauen nur weil es hier ist?) angesteuert hat, dazu noch teilweise englische Erklärungen. Eine Stunde gedauert, 180 Yen, also 1,50 Euro. Preiswert. Dann war es schon wieder Zeit was zu Essen zu suchen, habe heute wieder ein Lokal minderer Qualität aufgetan, wobei das Hühnchen besser war als bei KFC. Ich hatte noch immer noch ein wenig Zeit und habe mich dann auf die Suche nach einem Onsen begeben, der in der Nähe des Lokals sein sollte. Ich habe eine aufgeweckte Japanerin gefragt und nachdem sie sich selbst in einem Geschäft erkundet hatte, hat sie mich hingeführt (was aber nicht nötig gewesen wäre). Auf dem Weg fragte sie mich woher ich komme. Ich sagte: Sendai. Da meinte sie: oh ich auch. Dann meinte ich ich komme aus Miyagi (also die Präfektur). Da musste sie lachen, sie kam nämlich aus dem Sendai wo ich zuvor umgestiegen war (desshalb freuen sich Japaner darüber, is ja aber auch wirklich witzig).
Vor dem Onsen verabschiedete sie sich dann und wünschte mir Glück für den Onsen. Ich also rein und musste erstmal die erste Hürde bezwingen, den Verkaufsautomaten. Ich zog mir ein 360 Yen Ticket (3,20 Euro?) und ging hinein. Er sollte das Geld wert sein.... Ein Handtuch musste ich mir leihen. und ich habe nur ein kleines bekommen. Nachdem ich mich gewaschen hatte war ich bereit fürs heiße Bad. Ich sah mir verschiedene Kanjis über drei Bereichen an. Das erste habe ich nicht verstanden, da aber eine Düse vor sich herblubberte, musste es irgendwie sowas bedeuten. Das zweite habe ich verstanden, es machte aber keinen Sinn, da aber 10 cm unter der Wasseroberfläche auf beiden Seiten diese typischen Düsenlöcher zu sehen waren, nur viele kleine. Es blubberte jedoch nicht. Da der Onsen aber allgemein schäbig aussah war ich mir sicher das sie einfach nicht funktionierten. Das dritte Bad wsr beschriftet, habe ich aber nicht verstanden, da aber nix da war schien es mir einfach nur als normales Becken. Nun...
ich betrat das Becken mit der einen Düse und stellte fest das das Wasser überdurchschnittlich heiß war. Also bin ich langsam zur Düse, es war aber zu heiß sich reinzuhocken also bin ich vorsichtig ins nächste Becken gewatschelt, mit den vielen kleinen Löchern. Meine Beine fingen an zu kribbeln, wegen des heißen Wassers dachte ich mir. Hier war es aber nicht ganz so heiß und ich wollte mich setzen. Ich ging runter tauchte ein und schoss mit einem Schmerz im Hintern (und allem was in der Gegend sonst noch so is) wieder hinaus und verlor dabei mein Handtuch, das ich davor auf dem Kopf trug an den Onsen. Ich konnte mich aufgrund eines plötzlichen Schocks nicht weit ins Wasser setzen, obwohl es doch garnicht mehr sooo warm war. Erst dann schnallte ich was passiert war und warum die Schriftzeichen doch einen Sinn ergaben: Elektrizität. Das Wasser stand unter Strom. Erklärte das kribbeln in meinen Beinen und meinen Schmerz. ich hockte mich neben den kleinen vermeintlichen Düsen ins Wasser und konnte mit Händen und Füßen meine Theorie verifizieren. Ich muss dazu sagen, Hände und Füße reinzuhalten war ja noch möglich, aber meinen Rücken zu massieren ging nicht, weil sich sämtliche Muskeln sofort zusammenzogen, so dass ich da wie auf der Streckbank lag. Mir ist bis jetzt Schleierhaft wie man das benutzt und ob es nicht eventuell sogar gefährlich sein könnte (ich bin so unglücklich zusammengesackt, dass mein Oberkörper kurz durchzuckt wurde, nah am Herz). Naja kein Japaner hat sich da auch nur reingetraut. Interessant war es schon und ich hätte gerne ne Videoaufnahme von dem Vorfall.
Nun bin ich sicher im Hotel und morgen auf dem sicheren Vulkan.

Bis dann

Samstag, 13. September 2008

Kyushu - Kumamoto: eine Burg, ein Schriftsteller und der Fuji

So. Schöne Grüße aus Kumamoto. 600.000 Einwohner. Und irgendwie, nyo, ich kann keine Sympathie empfinden. Ich gebe zu ich habe gestern eine schlechte Nachricht bekommen, dass eine weitere geplante Reise ausfällt, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Deshalb musste Kumamoto heute gegen meine schlechte Laune ankommen. Nach drei Stunden im überfüllten Zug, von dem ich die letzte Stunde ich auf meinem eigenen Koffer sitzen musste bin ich hier um kurz nach 11h angekommen. Zum Hotel Sachen abgegeben. Dann zum Schloß. Ja das hat es wirklich gegeben und war auch WIRKLICH schön. Habe gelesen das es zu den 3 Großen Burgen Japans gehört. Ich war im Hauptturm und habe das Gelände auch ausgiebig erkundet. Danach bin ich ein wenig durch die Stadt gewandert zu einem der Häuser in dem Soseki Natsume gelebt hat. Das war zum Museum ausgebaut. Soseki gilt als einer der bedeutensten Schriftsteller Japans, wie bedeutend? Nun ja quasi jeder Japaner trägt ein Bild von ihm rum, er ist nämlich dick auf dem 1000Yen Schein abgedruckt. Joa, dann bin ich in einen Park etwas abseits gefahren. Auch schön. Mit einer Mini-Nachbildung des Fujis. Sehr nett.
Dann war es auch schon 17h und alles übermässig interessante hatte ich nach der Burg ja schon abgeschlossen. Also bin ich die Stadt um was zu essen. Die Empfehlungen meines Reiseführers gab es nicht oder waren nicht aufzufinden. Da es seit dem Park auch noch regnete (was ein Tag, hat echt gepasst) bin ich zu KFC. Nicht nur das es abartig teuer war, es hat nicht geschmeckt. Und ein schlechtes Gewissen wegen dem vielen Fett hatte ich auch noch. (Ihr wisst schon->Diät)
Angesichts eines, bis auf die 3 Attraktionen, blöööööden Tages und einer relativ unattraktiven Stadt und Regen habe ich mir sogar meinen geliebten nächtlichen Ausblick auf die Stadt verkniffen.
Eine gute Nachricht hat mich dann zurück in meinem Hotel erreicht. Es gibt hier wohl einen Onsen, wenn ich das richtig übersetze einen 'Radium-Ionen-Onsen'. Was sich aber auch irgendwie gefährlich anhört. Ich werd das gleich noch testen.
Morgen kommt noch eine längere Zugfahrt nach Kagoshima auf mich zu, von dem ich mir aber mehr erwarte.
Ja soviel gabs heute nicht zu schreiben und Fotos dürften auch nicht so viel sein. Bis morgen...

Ahh ich habe vergessen von meinem 'Wunder' zu berichten: mein Kamera Display funktioniert wieder! Warum weiß ich nicht, es war auf Hokkaido ausgefallen und hat heute wieder seine Funktion aufgenommen. Find ich toll, so nun aber wirklich...tschööö

Freitag, 12. September 2008

Kyushu - Nagasaki: Auf und Ab

Soo da bin ich wieder. Ich bin... nunja... im Arsch. Sicher in tokyo war ich wohl etwas kaputter aber der Tag heute hatte es in sich. Ich bin um kurz vor 9h aufgestanden. Dann zum Bahnhof um das Ticket für morgen zu kaufen. Vom Bahnhof habe ich dann meinen großen Raid auf die übrigen Attraktionen, die sich alle zentrumsnah befanden, gestartet. Es fing an mit der 26 Märtyrer Gedächtnisstädte (gekreuzigte Christen). Danach wurde die Religion fernöstlicher und ich startete eine glorreiche Tempel/Schrein - Besichtigungstour, insgesamt 6 davon, über die Stadt und auch den Berg verteilt. Ich velief mich auf dem Weg zu einem von ihnen und bin desshalb fälschlicherweise den ganzen Berg auf und abgerannt. Das musste ich aber nicht bereuen, denn die Gegend auf dem Berg war meiner Meinung nach äußerst sehenswert, wegen der vielen winzigen Wege (siehe Fotos). Um 14h war ich damit durch und bin dann in Chinatown erstmal essen gegangen.

Anekdote: ich habe gestern abend eine Reportage im Fernsehen gesehen über einen Promi, der die ganze Zeit Nudeln in ganz Japan gegessen hat und sie anschließend bewertet hat. Ich meine IHN heute gesehen zu haben. Vor einer berühmten Brücke, mit einer Frau auf einer Bank, umringt von einem Fernsehteam. Er aß einen Kuchen und lieferte die gleichen Kommentare wie in der Nudel-Sendung ab. Soviel zur Glaubwürdigleit japanischer TV-Shows. Anekdote Ende.

Nach dem Chinamann (ja ich weiß, nicht der politisch korrekte Terminus), bin ich nach Dejima, einer Rekonstruktion der Insel auf der früher Holländer gelebt haben (wer will schon Holländer in der Stadt :P). Dann noch am Hafen entlang, in einen Park, eine Kirche gesehen und dann wollte ich mir den Glover Garden ansehen. Laut Reiseführer geöffnet bis 21h. ich kam 17:37 dort an und musste festellen, dass ich noch genau 23 Minuten hatte. Bockmist. Naja, die Hauptattraktionen im Laufschritt geknipst und dann raus. Nagasaki fertig, alees gesehen was ich wollte. Zeit: Kurz nach 18h. Einen Tag nur zu Fuß ohne Transportmittel. Nach einem weiteren kleinen Spaziergang habe ich dann aber doch die Tram gen Hotel genommen. Kurz nach 20h. Geschafft aber glücklich. Jetzt noch den Blog, Fotos und einen Plan für Kumamoto morgen. Ich weiß bislang nur das die Stadt ne Burg hat. Mehr nicht. Sie wurde eigentliuch auch nur als Reiseziel ausgewählt, wiel sie zwischen Nagasaki und Kagoshima liegt und die Zugfahrt sehr sehr lang gedauert hätte. Naja ich werd mal sehen. Vielleicht Burg, vielleicht was anderes, vielleicht bis morgen ;)

Donnerstag, 11. September 2008

Kyushu - Nagasaki: 9. August 1945 11:02Uhr

So, da bei mir eine Frage zur Temperatur aufgetaucht ist, hier unten sind es mollige 26-27 grad, mittags etws zu warm und ich glaube mein linkes Bein hat heute einen Sonnenbrand erlitten.
Ich bin dann heute morgen in Hakata (also Fukuoka) los gegen einen gewaltigen Strom von Pendlern zum Bahnhof und habe den Zug nach Nagasaki genommen (mit Umsteigen und ca.15 Euro Lehrgeld Einbuße, weil Reisender zu dusslig).
In Nagasaki um kurz nach 12h angekommen, nen Tagesticket für die Straßenbahn gezogen und dann erstmal Sachen ins Hotel gebracht.
Ich habe mich auf Nagasaki am meisten gefreut, da mich diese Stadt, seitdem ich sie das erste mal im Atlas geshen habe, irgendwie agezogen hat. Vor allem die Geschichte um die Kolonialzeit hat mich dann später hellhörig gemacht. Die Lage der Stadt am Meer (Hafen), zwischen Bergen und insgesamt sehr langezogen interessierten mich auch. Bevor ich mich aber auf meine Wunschliste stürzte hatte ich mir für heute das Pflichtprogramm in Nagasaki vorgenommen (welches aber auch auf der Liste stand). Gemeint ist der Abwurf der 2. Atombombe. Wie aus der Überschrift schon abzuleiten ist detonierte dieser sogenannte 'Fat Man' mit einer Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT (Vergleich Hiroshima :13Kilotonnen) 500 m überhalb Urakamis, im Norden der Stadt und tötete auf der Stelle 75.000 Menschen. Ich besuchte das Musuem zur Explosion, mit Bildern, Überbleibseln und Augenzeugenberichten zur Explosion, diesmal sogar alles Englisch untertitelt. Auch das Hypozentrum (merkwürdig an dem Ort zu stehen, über dem die Bombe detonierte) habe ich besichtigt. Dann noch eines dieser Tempel-Tore, bei dem nur noch einer der beiden Füße stand, die neu erichtete Urakami-Kirche (beim Abwurf ist die Bombe nicht auf die angepeilte Waffenfabrik sondern 500m neben der Kirche explodiert, Waffenfabrik aber auch in Trümmern). Aber ich habe auch den Friedenspark gesehen. Alles etwas herunterziehend, einzig und allein die vielen Schulklassen mit aufgeweckten japanischen Schulkindern konnten die Atmosphäre etwas aufheitern.

So nachdem ich den Nachmittag damit nun also verbracht hatte, bin ich dann noch durch Nagasaki gelaufen (sehr schöne kleine japanische Gässchen), habe einen Ausländerfriedhof gefunden (wie in Hakodate, nur diesmal zu meiner Überraschung auch ein deutsches Grab) und habe dann in einer kleinen Gasse voller lokale zu Abend gegessen, es gab Gyoza, hmm die Beschreibung chinesische Maultaschen trifft es wohl ganz gut. Und ich habe mir einen Kuchen in einer traditionellen Castella-Kuchen-Bäckerei (seit 1624) auf Empfehlung meines Reiseführers UND meiner Kollegin gekauft. Den muss ich noch essen.
Zum Tagesabschluss bin ich wieder einmal mit meinem neuen Lieblings-Verkehrsmittel, Kenner wissen das das die Seilbahn ist, auf den Berg (den hat hier wohl jede Stadt) um mir das Lichtermeer in dieser Hafenstadt anzuschauen. Sehr schön, wie immer.

Auf dem Rückweg in mein Hotel (Blick auf den Hafen) habe ich noch eine kleine Sensation in einem kleinen Laden gesehen. Der verkaufte doch glatt Einkaufstüten von Plus (ja, der Disounter). Sachen gibts. So morgen werde ich wohl meine Wunschliste nach belieben abarbeiten. Bis bald...

Mittwoch, 10. September 2008

Kyuushu- Erster Tag: Anreise, Dazaifu und überragende Nudeln

Hallo!
Willkommen bei meinem Action-Blog, direkt von meiner Kyuushu-Rundreise. Ich verspreche nicht jeden Tag zu schreiben, aber versuchen werde ich es. Kyuushu ist die südlichste der japanischen Hauptinseln, ich habe vor sie gegen den Uhrzeigersinn zu erkunden (Fukuoka, Nagasaki, Kumamoto, Kagoshima, Ibusuki, Miyazaki, Beppu, Fukuoka).
Also ich bin heute 5:50h aufgestanden, hab den Rest Zeug in meine Tasche gepackt und bin dann mit Bus und Bahn zum Flughafen. Ich durfte nur 10Kg Gepäck mitnehmen, da ich aber keine Waage besitze musste ich schätzen. Ich habe mir also nur die Hälfte der benötigten Sachen eingepackt und mir vorgenommen auf Kyuushu einmal zu Waschen. Mein Koffergewicht betrug aber laut Flughafenwaage nichtmal 7 Kilo, wären wohl noch ein paar T-Shirts drin gewesen. Egal. Um 9:25 pünktlich in Sendai abgeflogen, ich habe mich während des Fluges mit meiner japanischen Sitznachberin im fortgeschrittenem Alter unterhalten. Sicht war sehr gut, man konnte z.b den Fuji aus dem Flugzeug sehen. Fukuokas Flughafen liegt mitte in der Stadt und ich konnte somit quasi gleich in das Kapitel Kyuushu eintauchen. Fukuoka (1,3Mio Einwohner) hat zwei Bahnhöfe, der größere von beiden heißt Hakata, der andere Fukuoka (oder Tenjin). Das kann ziemlich verwirrend sein. Eine freundliche Japanerin führte mich zum Hotel (hat sie freiwillig angeboten) und konnte mir ein Udon-Lokal empfehlen (Udon ist eine Nudelsorte, mein persönlicher Favorit). Nachdem ich eingecheckt hatte, bin ich auch gleich zu diesem Lokal hin, da es mittlerweile 13h war. Es waren die besten Udon, die ich je gegessen habe, vor meiner Nase frisch aus Teig zubereitet, lecker!
Danach bin ich nach Daizaifu, quasi ein Vorort mit einem Tempel, der von vielen Studienangängern besucht wird um für die Aufnahmeprüfungen an den Unis Beistand zu bekommen. Naja, ich bin erstmal mit einer Touristenkarte zu Fuß los(es war echt heiß!), und habe mich verlaufen, weil die Karte außerhalb der touristischen Gebiete alles andere als die Wirklichkeit wiedergab. Nach einem ca. 7km langen Umherirren, kam ich am nationalen Museum an. Da mich das aber nicht unbedingt interessierte nutzte ich die Gelegenheit und nahm mir ein Taxi, das mich dann fr 3 Euro zum Tempel brachte, mittlerweile war es nach 17:00 und ich wollte nicht vor geschlossenen Toren stehen. Naja, ich habs dann noch weiter die Stadt erkundet, andere Sehenswürdigkeiten (->Fotos).
Abends dann wieder nach Fukuoka, in ein Nudelrestaurant (diesmal Ramen), das mir eine Kollegin empfohlen hatte. Auch sehr lecker. Jetzt bin ich wieder nach einem kleinen Spaziergang durch die nächtliche City erschöpft im Hotel.
...so, morgen früh auf nach Nagasaki, bis bald

Samstag, 6. September 2008

Teil 2: Sapporo, Otaru und Noboribetsu

Am nächsten Morgen bin ich dann also weiter nach Sapporo gefahren. Um Zeit zu sparen habe ich den teuren Express-Zug nehmen müsses, der mir aber im Vergleich zum Regionalzug 4 Stunden eingebracht hat.
Ich kamm also kurz vor 12h in Sapporo an und brachte mein Gepäck erstmal ins Hotel, welches mir als Willkommensgeschenk ein paar Socken bereithielt -super. Am Nachmittag habe ich Sapporo dann erkundet und es geschafft nahezu alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Mein Kollege hatte mich schon vorgewarnt: 'in Sapporo gibt es nicht viel zu sehen, aber zum Leben isses toll'. Er hat recht behalten, ich habe unter anderem den Sapporo Tower, das alte Rathaus-> 'Akarenga', den Uhrenturm und die Odori (5km lange Straße mit Park in der Mitte) gesehen. Das sind die größten Sehenswürdigkeiten. Ein Highlight bildete ein Besuch in einem Nudellokal: nachdem die Bedienung mit meiner puren Anwesenheit und dem Zwang wahrscheinlich Englisch sprechen zu müssen überfordert schien und mir die auf japanisch gehaltene Speisekarte reichte, schickte sie den Küchenchef vor. Der versuchte mich vor das Lokal zu lotsen damit mir als Nicht-Japaner die Bestellung leichter fiel, da alle Speisen dort künstlich nachgebildet worden waren. Ich blieb einfach sitzen und sagte ihm auf Japanisch, was ich essen wollte. (Ich konnte zwar große Teile der Speisekarte nicht lesen, aber die Lesung einiger Gerichte beherrsche ich dann doch). Er versuchte mich nochmal rauszulotsen und schien erst dann zu registrieren was ich grade gesagt hatte, also eilte er etwas verwirrt in die Küche und wenige Minuten später aß ich auch das was ich auch bestellt hatte. Danach bin ich dann mit der Seilbahn auf den lokalen Berg hoch um mein Hakodate-Null-Sicht-Trauma auszugleichen. Im Vergleich zu den anderen Städten war hier nämlich vorzügliches Wetter um die 28 Grad, heiter, Sonnenschein. Ich bin also hoch und sollte diesmal nicht enttäuscht werden. Unter mir war ganz Sapporo zu sehen und leuchtete friedlich vor sich hin. Da Sapporo mit 1,8 Mio. Einwohnern Hakodate bei weitem übertrifft, spürte ich hier oben auf dem Berg etwas Genugtuung und Zufriedenheit.
Am nächsten Morgen habe ich mir noch Teile der Uni und dessen botanischen Garten angeschaut bevor ich dann für einen Nachmittagsausflug nach Otaru gefahren bin. Otaru ist eine kleine Hafenstadt am japanischen Meer, 30 Minuten mit dem Zug von Sapporo, die für ihre Kanäle berühmt ist. Ich bin 2 Stunden dort rumgewandert, hatte mir wirklich alles dort angeschaut: vom hässlichen Osten am japanischen Meer bis zum Touristenstraßenidyll im Westen, zwischendurch die Kanäle, die mir eher popelig klein erschienen. Aber sie waren da. Vor allem im Westen, der mit seinen Schokoladengeschäften und Glasbläsereien eher auf Touristen ausgelegt war, tummelten sich viele Gruppen, vor allem Japanerinnen, die hier ein wenig abseits der Großstadt bummelten.
Insgesamt hat es sich gelohnt das Städtchen anzuschauen. Ich bin dann doch wieder um 15h dort weg. Der Grund war, dass ich schon alles gesehen hatte, der andere war eine Änderung meines Reiseplanes: ich hatte in der Zwischenzeit von einem Onsen in der Nähe meines Fährenhafens gehört, der einfach nur toll sein sollte, Grund genug ihn zu besuchen. Also hatte ich für Sapporonur noch wenige Stunden, es stand aber auch nur noch ein Punkt auf meiner Liste: das Biermuseum der Sapporo-Brauerei (also Bier=Stadtname). Wenn man einen Japaner fragt wofür Sapporo berühmt ist, er würde wahrscheinlich BIER!!! sagen. Nach der Führung im Museum wusste ich auch warum: Sapporo ist die erste Brauerei Japans, dessen Gründer hatte zuvor Deutschland besucht und war anscheinend sehr angetan von der Braukunst.
Naja eine kleine Verköstigung und ein Besuch im Souvenirshop brachten mir etwas Bier und ein TShirt ein. Zum Abend aß ich dann noch in einem berühmten Zusammenschluss von mehreren Nudellokalen köstlichste 'Akarenga-Ramen' (Nudeln in Suppe mit Fleisch, Mais und anderem Gemüse). Guckte mir das nächtliche Treiben im Amüsierviertel an und verzog mich dann in mein Hotel.
Am nächsten morgen bin ich wieder zurück nach Tomakomai gefahren, habe dort mein Gepäck in Schließfächern deponiert und bin 40 min weiter nach 'Noboribetsu' gefahren. Ich hatte nicht die Zeit für ein Bad im Onsen und bin desshalb 2 Stunden dort umhergewandert, was sich allerdings gelohnt hat. So konnte ich die unwirklich erscheinende Landschaft des 'Hell-Valleys' betrachten. Dazu noch ein paar andere Krater mit heißem Wasser und schwefligen Dämpfen (ja, es hat die ganze Zeit nach Furz gerochen). Da es etwas regnete, war ich eigentlich alleine auf den Wanderwegen unterwegs, Japaner fuhren die 'Attraktionen mit dem Auto an, was ich für wirklich komisch hielt, zumal man direkt an diesem Hell Valley oder durch dichten Urwald (so erschien es mir zumindest) entlangwanderte und das Auto eine völlig andere Route nahm. Naja egal, war gut, nach 2 Stunden war ich wieder zurück im Dorf und konnte den Bus zurück zum Bahnhof ergattern.
Vom Bahnhof wieder nach Tomakomai, wobei ich von einer älteren Japanerin im Zug unterhalten worde. Mit der Fähre zurück nach Sendai. Nach einer Nacht mit einem sehr laut schnarchenden Mann im Zimmer, bin ich dann morgens aufs Deck und habe mir den Einlauf in den Hafen angeschaut, in dem sich die japanische Armee grade auf ein Manöver oder so begab (siehe Foto). Um 12h Mittags war ich wieder im Wohnheim.

Tja das war meine schöne Hokkaido Reise, Mittwoch fliege ich nach Süden: Kyuushu. Ich werde mein Laptop wohl mitnehmen und live-posten. Mal sehen.
bis denn dann

Freitag, 5. September 2008

北海道 - Zwischen Vulkanen und Seilbahnen Teil 1: Toyako und Hakodate

Ahoi, da bin ich wieder zurück aus Hokkaido. Hier der offizielle Bericht (OHNE die Version, in der ich angeblich mit 5 Bären gekämpft haben soll).

Also losgefahren bin ich am 28 (Donnerstag). Erstmal mit dem Bus zum Hafen, um dort dann die die Fähre nach Tomakomai/Hokkaido zu besteigen. Die Fähre war interessant, zumal meine Erfahrung mit Fähren-Reisen äußerst beschränkt ist. Die Fahrt dauerte 15 Stunden, um 20h losgefahren, alos mit Übernachtung. Um Geld zu sparen habe ich natürlich den Schlafsaal für mehere Personen gebucht. Dieser stellte sich dann als spartanisch raus: Ein Raum von ca. 20-30 qm für 16 Leute. Die Futons (japanische 'Betten' )lagen auf dem Boden, keinen Meter breit. Nichtmal eine handbreit lag dann schon der nächste. Bei der Hinfahrt hatte ich keinen Nachbar, aber auf der Rückfahrt. Es ist schon komisch morgens die Augen aufzumachen und nur wenige Zentimeter vor dem eigenen Gesicht einen völlig Fremden liegen zu haben. Naja, für eine Nacht war auch das kein Problem. Das Schiff hatte auch ein Bad mit Whirlpool, in dem man sich dann erst entspannen konnte um danach Baseballspiele auf einem riesigen Fernseher anzuschauen.
In Tomakomai angekommen bin ich weiter nach Toyako gefahren. Einer Art Kurort an einem See mit vulkanischem Hintergrund. Bekannt vor allem durch den diesjährigen G8-Gipfel. Ich blieb dort zwei Nächte in einem Hotel mit Onsen und Abendessen. Das Abendessen war japanisch und ich kannte 50% der Sachen nicht die ich gegessen habe. Aber edel. Zudem gab es jeden Abend eine halbe Stunde Feuerwerk auf dem See, das man von einem kitschigen Ausflugsboot oder halt dem Ufer gut sehen konnte. Um Toyako schaute ich mir die Vulkane an, wobei der große soweit in Nebel gehüllt war, dass man rein garnichts erkennen konnte. Schon Mist wenn man Eintritt für die Seilbahn bezahlt hat und dann nix sehen kann... naja, der kleinere ca.60 Jahre alte Vulkan war dafür gut zu sehen und dampfte fröhlich vor sich hin (siehe Picasa). Toyako hatte außer einer exellenten Landschaft dann aber kaum sinnvolle Attraktionen, so z.B. ein Ausflug in einen Bärenpark, der einfach enttäuschend war.
Ich wollte dann mit Regionalzügen weiter bis nach Hakodate fahren. Fahrzeit ca. 4 1/2 Stunden. Nach einer halben Stunde musste ich unbedingt auf Toilette, irgendwas von dem japanischen Essen war mir anscheinend nicht bekommen. Musste aber bis zur nächsten Umsteigestelle in einer Stunde warten, da das Klo im Zug nicht verfügbar war. Ich konnte die Fahrt, die direkt am Meer entlang führte also kaum genießen. Als ich endlich in Oshamambe umsteigen musste (mit 1 1/2 Stunden Wartezeit) bin ich durch den Bahnhof gehetzt zum Klo. Doch bevor ich mich erleichtern konnte fragte ich mich wo ich denn meinen Koffer parken könne (japanische Toiletten können seeeehr klein sein). Dabei spielte sich folgender Gedankenablauf in meinem Kopf ab:

'Ahhhh....endlich...Toiletteeeeeee. Wohin mit dem Koffer?... ... ... ach den hab ich schon abgestellt...
....
moment...
wo is mein Koffer?
hab ich ihn aus dem Zug genommen??!??!!!?
...
...
...
NEIN!!!!'

ohne mich zu erleichtern bin ich sofort zurück Richtung Zug gerannt um meinen Koffer eventuell noch zu bekommen. Am Ticketschalter versuchte ich dem Station-Master mein Maleur in hektischem Japanisch zu erklären, als ich einen Bahnhofmitarbeiter neben mir bemerkte, der meinen Koffer grade im selben Büro abgeben wollte. PUH, zum Glück war Oshamambe Endstation für diesen Zug gewesen, sonst hätte ich meinem Koffer hinterherreisen müssen.

Um 16h kam ich dann in Hakodate an. Mit dem Bewusstsein alles an einem Abend sehen zu müssen (Hakodate ist nicht so groß, also möglich, zumal ich mir nur 3 Ziele vorgenommen hatte).
Ich bin in mein Hotel geeilt, eingecheckt und sofort wieder raus. Ich musste die Straßenbahn Nummer 2 Richtung Süden nehmen. Da ich dank ausgiebiger Atlantenkunde die Himmelsrichtungen kannte kein Problem. Aus dem Hotel raus, sah ich die Straßenbahn...Nummer 2...Richtung: Süden. Ich also schnell reingehetzt. Es hätte auch funktioniert, in Deutschland jedenfalls. Was ich nämlich nicht bedacht hatte war, dass die japanische Straßenbahn auf der rechten Schiene in diesem Fall nicht nach Süden, dafür aber nach Norden fährt. 2 Stationen und 200yen ärmer konnte ich aber auch dieses Missgeschick ausbügeln.
Ich kam dann bei meinen Attraktionen an (Ausländerfriedhof, Kolonialbauten). Und war auch zufrieden mit der Stadt und dessen Aussehen. Letzter und wichtigster Punkt war aber für mich ein Trip mit der Seilbahn zum angrenzenden Berg, von dem man nachts einen spektakuläre Aussicht auf Hakodate haben soll (da die Stadt auch sanduhrenförmig ins Meer verläuft). Allerdings befürchtete ich eine Wiederholung der Geschichte am Vortag bei dem großen Vulkan, denn auch hier hüllte sich der Berggipfel in leichten Nebel. Auch das immer schlechter werdende Wetter (Nieselregen) sorgten nicht für eine Besserung meiner Hoffnungen. Unten an der Seilbahnstation angekommen hielt mir dann die Frau am Ticketschalter etwas gelangweilt ein Schild hoch auf dem in 3 Sprachen stand : the fog is blocking the view. Fairer als beim Vulkan dachte ich, ich kaufte mir aber doch ein Ticket, da ich dachte zumindest die Form erahnen zu können. Oben angekommen war die Sichtweite um die 20 Meter, rein garnix zu sehen.
Ich bin dann wieder runter zum Fuß der Seilbahn und habe noch einige Fotos gemacht, auf denen man den Blick von oben erahnen kann.
Es hört sich zwar nicht so toll an, aber ich war trotzdem zufireden mit der Stadt und bin dann noch am Hafen entlanggelaufen und schließlich mit der Straßenbahn Richtung Hotel. Am nächsten Morgen
sollte es ja nach Sapporo gehen.

to be continued