Heute ist der erste von drei Feiertagen zur Golden Week, da habe ich mich entschlossen etwas das Land zu erkunden. Yamadera liegt in der Präfektur Yamagata, der westliche Nachbar sozusagen und ist kurzum gesagt eine Tempelanlage auf einem Berg. Grund genug für mich um hinzufahren. Als ich mit dem Zug in Sendai gestartet bin hat es genieselt, ich versuchte mir einzureden, dass das vielleicht eine mysteriöse Wirkung auf den Tempel gegeben hätte (so mit Nebelschwaden und so). Nach 50 Minuten Zugfahrt, immer noch Nieselregen, ich begann mir dann doch langsam sorgen zu machen, da ich nicht grade gut für eine Langzeitbefeuchtung ausgerüstet war. Kurz vor meiner Station, bei der ich aussteigen wollte, fuhr der Zug durch einen langen Tunnel durch einen Berg. Die Überraschung war, das es auf der anderen Seite des Berges keine einzige Wolke gab und die Sonne von oben (sie steht ja viel höher als in Deutschland) herunterschien. Dann wollte ich mich auf Wanderschaft zu meinem Tempel begeben, wie es mir empfohlen wurde, ich hätte ansonsten auch direkt zum Tempel weiterfahren können. Zunächst wurde ich in die Irre geführt der angegebene Weg endete an 2 Wasserfällen, die dafür immerhin sehenswert waren.

Mein nächster versuch den Trekking Course zu finden, war von mehr Erfolg gekrönt. Dieses Gefühl hielt aber nicht lange an, als ich bemerkte das selbiger geschlossen war. (Gab wohl Hochwasser, welches unglücklicherweise den Pfad mitgenommen hatte). Statt meiner Wandertour entlang eines Wildbaches durch Felsklüfte und tiefste Wildnis wurde mir nun für die knapp 7Km nur eine kleine Straße geboten.

Die bergige Landschaft und der ab und zu aufblitzenden Fluss konnten aber auch beeindrucken.

Ich kam dann in dem in einem Tal gelegenen Yamadera an.

Das Dorf erinnerte mich aufgrund der kleinen Reisfelder und der Abgeschiedenheit irgendwie an das Japan länst vergangener Tage.

Ich aß mein Mittag (Reis und Sojasoße an einem kleinen Wasserfall.

Danach machte mich auf um den Anstieg des Tempels zu finden. Während ich nun die letzten 2Stunden ganz alleine in der Wildnis aufgehalten hatte, waren die Menschenmassen am Eingang ein kleiner Schock. Ich bezahlte Eintritt und reihte mich in die Schlange ein, welche die insgesamt 1100 Stufen die Tempelanlage hochwatschelte. Die Sonne brannte mittlerweile und ich kam gut ins Schwitzen. Oben angekommen wurden meine Mühen durch einen gigantischen Ausblick belohnt: Vor mir waren zwei Täler einsehbar, das eine welches ich zuvor durchwandert hatte und ein anderes. Die Berge waren teils mit Schnee bedeckt und man konnte im Osten die Wolken über die Wipfel schauen sehen. Ich ließ mich von einem Japaner fotografieren. (Ich habe auch einen Japaner fotografiert :D).


Dann bin ich nach ausgiebiger Erkundung wieder hinab und zum Yamadera Bahnhof. Eine halbe Stunde auf den Zug gewartet und dann im selbigen eine Stunde gestanden. Auch der Zug hatte irgenwie etwas altmodisch, hätte nur gefehlt das er mit Dampf gefahren wäre. Ergebnis dieser doch anstrengenden Reise ist ein Erschöpfungszustand, welchen ich gleich mit Huhn und Reis zu behandeln versuche.
Gute Nacht xD
1 Kommentar:
sehr coole fotos :)
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