So ich schulde euch immer noch den Bericht vom Wochenende, bin in der Woche selbst aufgrund von Handballtraining und dem Start der EM nicht dazu gekommen was zu schreiben. Vor allem letzte bringt hier meinen Rhythmus ganz durcheinander, so musste ich am Montag für das Polenspiel bereits um 3:30h aufstehen.
musste dann am Samstag Morgen zum Campus in der Stadt um abgeholt zu werden. Dort habe ich dann auch meine Gastfamile getroffen, sowie die beiden Taiwanerinnen, die ebenfalls diesem Haushalt zugeteilt worden waren. Nunja ich hatte zuvor gehört das die Gastgeber-Familien oft reiche Leute sind, die das auch gerne zeigen. Genau so ist es auch gekommen. Ich erfuhr, dass mein Gastvater (Großvater) den ältesten Blumenladen in Zentral-Sendai besitzt und er diesen bereits in der 3.Generation betreibt. Wir sind dann erstmal zu seinem Shop und haben dabei auch gleich noch die Nachbarin und Bekannte vom Kimono-Geschäft mitbesucht. Dann ging esNaja aber nun zum Wochenende: Ich hatte nachgeforscht und am letzten Dienstag festgestellt, dass ich für ein Homestay-Programm (für Samstag und Sonntag) ausgewählt worden war. Ich weiter zum Mittagessen: ein Restaurant mit Blick auf den Pazifik. Das Essen, eine riesige Portion Soba-Nudeln (die Dinger sind einfach nur gut), natürlich hat der Gastvater die Rechnung übernommen.

Weiter ging es dann zu seinem Haus. Ich hatte vorher schon Gespräche mit anderen Studenten über das Aussehen von Häusern reicher Japaner geführt. Das Haus meines Gastvaters erfüllte alle Klischees, bis auf den Benz vor der Tür. Das Haus selbst stand auf einer imposanten 5m Klippe, anderen Fuß die Wellen des Pazifiks schlugen. Man konnte wenn man wollte (und nicht ganz bei Sinnen gewesen wäre) also direkt vom Garten in den Pazifik hopsen.

Erfahrenere Leute hätten wohl den kleinen Privatstrand 20m weiter benutzt, der durch zwei kleine vorgelagerte Inselchen schön geschützt lag. Auch von innen machte das Haus einen exklusiven Eindruck: Da mein Gastvater sehr musikalisch ist, hatte er ein Set Trommeln, einen Flügel und eine riesige Karaokemaschine im Zimmer stehen, welche eine Kapazität von über 100.000 Liedern hatte. Nun ja, mein Zimmer war im 2.Stock, natürlich Meerblick.
Am Nachmittag machten wir einen kleinen Trip nach Matsushima, als wir zurück kamen wurde von der Frau des Sohnes meines Gastvaters ein bombastisches Abendessen aufgefahren, mit leckeren und weniger leckeren Sachen.

Sogar Würstchen mir Sauerkraut. Abends mussten wir dann noch Karaoke singen, ich habe mich mit ‘Knockin’ on heavens Door’ und ‘Weißt du wieviel Sternlein stehen?’ in die Herzen meiner Zuhörer singen können. Danach war noch Duschen mit anschließendem Bad. Eine schöne Hightechdusche und danach ein heißes Bad - natürlich Whirlpool.
Am nächsten Morgen wurde das ruhige Frühstück gestört: Einige Bekannte kamen laut schreiend in das Haus, von allen Seiten und begannen das Mittagessen vorzubereiten (BBQ).

Nach diesem ebenfalls doch sehr leckerem Essen gab es für die Gäste noch eine kleine Teezeremonie und eine Bekannte spielte noch etwas Klavier, sie konnte alle Ghibli-Soundtracks aus dem Stehgreif, sehr nett. Gegen Abend wurden wir wieder nach Hause gefahren.
2 Kommentare:
Hey, wie gehts dir? Erdbeben gut überstanden? In Fukushima ist Wasser ausm AKW ausgelaufen. Erzähl mal wie's war. Das Epizentrum lag ja fast bei dir um die Ecke.
klingt irgendwie nach einem dekandenten wochenende, auch wenn du nix dafür konntest ;)
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