Ein kleiner Bericht von einem vollgepackten Wochenende.
Das hatte für mich am Freitag um 14:30 begonnen. Da hab ich nämlich meine Sachen gepackt und bin aus meinem Büro geflohen, 'hübschmachen' für Dir en grey. Ich habe neben der Schwedin (die eingeplant war) noch eine Deutsche getroffen, die hier zufällig im Urlaub war. Scheint wohl öfters zu passieren...Jedenfalls war ich eine Stunde vor Einlass da um mich noch am Merchandise zu vergehen. Um mir dann folgendes anzusehen: Als ich mich anstellte , waren noch 4 von 5 verschiedenen TShirts vorhanden, nach und nach gingen sie dann weg und ja als ich noch 20 Leute vor mir hatte, waren sie ausverkauft. Ich machte mir noch Hoffnungen wenigstens das Handtuch zu bekommen, aber damit war auch 3 Leute vor mir Schluss...grmpf. Das dort gesparte Geld habe ich dann am Samstag in eine schick-skurrile neue Mütze investiert, die mich nun die kalten Wintertage heranfiebern lässt.
Das Konzert war ganz nett, mir war es allerdings zu eng. Ich habe nach wie vor Probleme Japanerinnen einfach beiseite zu schubsen. Das Konzert war nicht sooo gut wie das letzte, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, das sie 'The Final' nicht gespielt haben. Dafür ein paar andere Lieder, die ich noch nie live gehört hatte. Insgesamt hat es sich also natürlich gelohnt.
Am Samstag hatte ich dann treffen mit meiner CP (es gibt neuerdings ein Bild in den Picasa Album 'Bilder - einfach nur Bilder', damit ihr die Gute auch mal zu Gesicht bekommt). Das hat damit angefangen, dass wir bei Cold Stone um 10:30 in der Schlange angestanden haben um von den singenden Angestellten bedient zu werden. Nach diesem lecker Eis sind wir noch ein paar Stunden durch die Stadt (wie gesagt Mütze) und danach zu einer @home Party bei mir im Wohnheim. Auch lustig, auch wenn ich einige der Neulinge nach wie vor nicht ab kann und das auch nicht unbedingt will.
Kommen wir zu Sonntag, heute. Eine kleine Überraschung, ich hatte diesen Tag zuvor unterschätzt. Ich hatte mich vor 1 1/2 Monaten nämlich bei der Stadt Murata im Südwesten Sendais für ein Festival beworben, letzte Woche bekam ich mitgeteilt, dass ich angenommen wurde und das es heute losgehen würde: Treffen 8:30 Präfekturverwaltung. Da war ich dann auch. Und wurde auch gleich von der entsandten Empfangstruppe aus Murata begrüsst. Sie bestand aus dem Boss, zwei anderen Männern und einer Gruppe von Frauen in meinem Alter, die konsequent für gute Laune gesorgt haben. Sei es durch Wortgefechte, komische zweideutige Fragen oder durch kleine Schläge, die sie sich öfter untereinander verpassten (!). Also lustig. Wir waren insgesamt 5 Ausländer, neben mir noch 2 Chinesen, eine Phillipino und ein Ägypter.
Nebenbeibemerkt, die Veranstaltung war von der Präfektur aus organisiert und war für die Teilnehmer völlig kostenfrei, ich bitte dies bei der Erzählung zu bedenken: Wir sind erstmal eine Stunde mit einem kleinen Bus zu dem Ort gefahren. Kaum dort angekommen lagen für uns ein paar Kostüme bereit. Warum? In Murata war Hotei-Fest. Ein Fest mit ca. 800 Jahren Tradition, bei dem eine tanzende Puppe zu Flötenspiel und Trommelei durch die Stadt gesteuert wird. Und das war in diesem Fall unsere Aufgabe: Der Wagen, der die tanzende Puppe, die Flötenspieler und die trommendeln Kinder trug, sollte von uns durch die Stadt gezogen werden. Deshalb bekamen wir die dazu passende traditionelle Kleidung und zogen dann mit kleineren Unterbrechungen 2 Stunden durch die Stadt. Nen Haufen Fernsehkameras und Schaulustiger am Straßenrand. Das war gut. Danach wurden wir ein Restaurant gefahren, in dem wir dann grüne Udon (aus Bohnen) serviert bekamen.LECKER!
Danach ging es ins Stadtmuseum, wo wir ein kurzes Filmchen über die Stadt gesehen haben. Und danach hatten wir noch 3 Stunden zur Verfügung. Also ist die Gruppe in die Stadt dort haben wir weitere Tänze und Trommeleinlagen bestaunen dürfen. Zwischendurch in ein altes japanisches Haus, in dass sich der eine der Herren nicht hereintraute, weil er meinte die Präsenz eines Geistes zu spüren...wie auch immer, ich habe den Aufenthalt unversehrt überstanden im Gegensatz zu Sasaki, die sich einen üblen Splitter am Finger einfing. Dann sind wir weiter zum örtlichen Schrein: ich hatte schon einige Stunden mein Mützchen auf und musste dass nun abnehemen. Das wiederum versetzte die Japanerinnen in Staunen: die mutigste von ihnen (Tomoko) stürzte sich gleich mit beiden Händen auf mich um sie arg verwibelte Haapracht zu betatschen, die anderen folgten (auch die Herren) und alle waren von der Weichheit meiner Haare tief beeindruckt. Zur Belohnung bot mir Tomoko gleich mal einen Mützentausch an: ich bekam ihre Bommel-Wollmütze, sie mein Piratentuch. Nach 5 min. machte sie den Tausch rückgängig. Und ich hoffe, dass ich das Foto davon noch bekomme. Ich hatte nämlich meine Kamera vergessen und war auf mein Handy (Grütze) und die Bilder der anderen angewiesen. Ich hoffe ich bekomme die noch geschickt und würde mich freuen sie hochzuladen, weil einige Perlen dabei sein sollten.
Jedenfalls sind wir dann weiter zu kleinen Verkaufsständen, bei denen besagte Tomoko, von mir angestachelt, ein Los bei der Lotterie kaufte und tatsächlich eine riesige aufblasbare Schildkröte zum Hinterherziehen gewann, was selbst ihr aber nach 20 Metern zu peinlich wurde und sie einem Kind verschenkte.
Dann war die Zeit auch schon bald gekommen wieder zu gehen. Zuvor bekamen wir aber noch Bilder, auf ein Stück Karton geklebt, jede von einem Gruppenmitglied angefertigt und von allen unterschrieben. Meine bekam ich von Ayuma, dem Herren mit der Fähigkeit Geister zu sehen, mit einem Spruch, dessen nähere Bedeutung mir wohl immer verborgen sein wird, aber soviel wie '1 Leben' bedeutet. Ich werd einfach mal nen Foto von dem Ding machen. Ich bekam noch ein selbstgemachtes Armband, eine Puppe und selbstgebastelte gut aussehende Spielereien, sowie Informationsmaterial über Murata. Sehr schön. Dann gingen wir aber wirklich und Ayuma, der mich glaube ich für ziemlich cool hielt, verabschiedete sich von mir mit einer für mich unbekannten aber ziemlich gangstermäßigen Geste, bei der wir beide irgendeine Daumenbewegung machten. Yeah.
Dann zurück nach Sendai.
Dort angekommen stellte ich das Sendai grade das Yosakoi-Festival feierte, ein Fest wo Tänzer aus ganz Japan kommen um Volkstänze darzubieten. Ich blieb da auch noch mal für über 3 Stunden. Und konnte dann mit einer vollen Packung japanischer Kultur mit meinem Fahrrad die Heimreise antreten.
Das war mein Wochenende, anstrengend, zum Glück ist morgen Feiertag ;)
Ich werde versuchen an die Fotos ranzukommen und schon die mit der schlechten Qualität von meinem Handy zu übertragen, mal sehen wann das was wird. Haltet die Augen offen.
ki o tsukete ne
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1 Kommentar:
Actionreiches Wochenende.. und weil ich faul und 'ne Fotze bin, kommentier ich das einfach nicht weiter ^^
Abgesehen von der aufblasbaren Schildkröte.. die is nämlich echt knorke xD
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