Nachdem wir schon morgens unsere Unterkunft wieder im Kapselhotel gesichert hatten konnten wir beruhigt in den Tag starten. D.h. bis um 10 mussten wir raus sein für das Putzkommando. Wir haben dann den ganzen Tag damit verbracht nach 2 ausgeschriebenen Geschäften im Reiseführer zu fahren/suchen/stöbern.

Das war nicht ganz sooo berauschend, sind dann am Abend in Akihabara gelandet und haben beschlossen was besseres für den Abend zu suchen. Obwohl wir uns beide darauf geeinigt hatten auf keine Party zu gehen (die Tage haben schließlich ordentlich an der Substanz gezehrt) wollten wir uns dennoch nicht einen kleinen Einblick entgehen lassen und zumindest das dafür verantwortliche Viertel aufsuchen - Roppongi.
Also hin da. Wir haben an der U-Bahnstation allerdings dann den falschen Ausgang genommen, was sich aber als Glücksgriff herausstellte: Wir standen in einem komplett neu designten Viertel, sauber und schön...und nur Yuppies. Egal sah ja gut aus und man hatte auch auf einer dunklen Seitenstraße mitten in der Nacht irgendwie das Gefühl, das man garnicht ausgeraubt werden konnte.
Die Gegend spiegelt wohl den Spielplatz für Tokyos gut betuchte Jugend da. Das Viertel Roppongi-Hills befand sich auf einem, oh Überraschung, Berg. Mit Eigentumswohnungen mit dem besten Blick über Tokyo. Das höchste dieser Gebäude konnte man für eine Gebühr hochfahren, was wir auch später gemacht haben, auch hier wieder alles durchdesigned. Mit Bar und Aquarien, etwas dekadent.

Naja wir wollten natürlich noch das Roppongi sehen, welches wir erwartet hatten sehen. Nachdem wir durch einige ruhige Seitenstraßen getendelt waren, kamen wir auf die Straße des Geschehens. Noch bevor wir um die Ecke gebogen waren, hörte ich auf einmal nebenmir im perfekten Englisch eine Stimme etwas schmierig sagen: 'You' re looking for a club? ...We have a club with many girls from many countries. A place to drink? You want fun, alcohol, sex? We have 45 girls in our club.'
Nachdem ich ihn abgewimmelt hatte musste sich Phil gegen einen anderen Anwerber wehren, der ihn mit 'Hey bro, what's up?' und Handschlag begrüßte. Wir sind dann noch ein bisschen die Straße auf und ab und dann zurück. War trotzdem oder grade weil sehr interessant. Zumal Prostitution in Japan eigentlich verboten ist.
Soo der nächste Tag war Montag, Tag des Meeres und somit Feiertag. Wir sind erstmal etwas durch Shibuya gewandert

und haben die Seitenstraßen angeschaut, danach haben wir uns aufgeteilt, ich wollte nochmal nach Harajuku, hatte am Samstag nicht alles geschafft. Phil is weiter durch Shibuya wo er durch einen Zufall Mathias getroffen hat, einen meiner Kommilitonen hier! Naja ich war nach meiner erneuten Einkaufstour körperlich und psychisch am Ende, wer schonmal alleine durch eine japanische Einkaufsstrasse gelaufen ist weiß warum.

Naja nachdem wir uns wieder getroffen hatten besichtigten wir noch andere Teile Harajukus, die alle sehr stylisch und sauber waren. Wir landeten wieder bei der C.C.Lemon Hall, der Halle mit dem Konzert am Samstag.

Wir gingen in den anliegenden Yoyogi-Park und ruhten uns nochmal aus, wobei wir so geschafft waren das es nur noch für die Rückfahrt zur Kapsel gereicht hat. Aus dem Weg zurück kam jedoch aus einer Ecke des Parks irgendeine Elektromusik (hörte sich nicht schlecht an). Wir folgten ihr und sahen das sich in dieser Ecke einige Menschen zu einer Party zusammengefunden hatten, mit DJ und großen Boxen und kein Eintrittsgeld, einfach so da. Genau wie das Fußball- und Basketballfeld, welche an diesem heißen Abend von einigen Jugendlichen zu einem entspannenden Abendfüller geworden waren.
3 Kommentare:
Gibt es auch ne Auflösung für das Quiz?
Spontan wäre meine Antwort nämlich nur ein blinkendes Ding auf der Straße...
Ich wär ja für ne Anti-Personen/Fahrzeug-Mine ;D
Was mir etwas rätselhaft ist, wie die an 'nem Feiertag shoppen kannst.. Ham da die Geschäfte nicht normalerweise zu?
nö keine auflösng und hier haben geschäfte grundsätzlich immer geöffnet
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