Ahoi, da bin ich wieder zurück aus Hokkaido. Hier der offizielle Bericht (OHNE die Version, in der ich angeblich mit 5 Bären gekämpft haben soll).
Also losgefahren bin ich am 28 (Donnerstag). Erstmal mit dem Bus zum Hafen, um dort dann die die Fähre nach Tomakomai/Hokkaido zu besteigen. Die Fähre war interessant, zumal meine Erfahrung mit Fähren-Reisen äußerst beschränkt ist. Die Fahrt dauerte 15 Stunden, um 20h losgefahren, alos mit Übernachtung. Um Geld zu sparen habe ich natürlich den Schlafsaal für mehere Personen gebucht. Dieser stellte sich dann als spartanisch raus: Ein Raum von ca. 20-30 qm für 16 Leute. Die Futons (japanische 'Betten' )lagen auf dem Boden, keinen Meter breit. Nichtmal eine handbreit lag dann schon der nächste. Bei der Hinfahrt hatte ich keinen Nachbar, aber auf der Rückfahrt. Es ist schon komisch morgens die Augen aufzumachen und nur wenige Zentimeter vor dem eigenen Gesicht einen völlig Fremden liegen zu haben. Naja, für eine Nacht war auch das kein Problem. Das Schiff hatte auch ein Bad mit Whirlpool, in dem man sich dann erst entspannen konnte um danach Baseballspiele auf einem riesigen Fernseher anzuschauen.
In Tomakomai angekommen bin ich weiter nach Toyako gefahren. Einer Art Kurort an einem See mit vulkanischem Hintergrund. Bekannt vor allem durch den diesjährigen G8-Gipfel. Ich blieb dort zwei Nächte in einem Hotel mit Onsen und Abendessen. Das Abendessen war japanisch und ich kannte 50% der Sachen nicht die ich gegessen habe. Aber edel. Zudem gab es jeden Abend eine halbe Stunde Feuerwerk auf dem See, das man von einem kitschigen Ausflugsboot oder halt dem Ufer gut sehen konnte. Um Toyako schaute ich mir die Vulkane an, wobei der große soweit in Nebel gehüllt war, dass man rein garnichts erkennen konnte. Schon Mist wenn man Eintritt für die Seilbahn bezahlt hat und dann nix sehen kann... naja, der kleinere ca.60 Jahre alte Vulkan war dafür gut zu sehen und dampfte fröhlich vor sich hin (siehe Picasa). Toyako hatte außer einer exellenten Landschaft dann aber kaum sinnvolle Attraktionen, so z.B. ein Ausflug in einen Bärenpark, der einfach enttäuschend war.
Ich wollte dann mit Regionalzügen weiter bis nach Hakodate fahren. Fahrzeit ca. 4 1/2 Stunden. Nach einer halben Stunde musste ich unbedingt auf Toilette, irgendwas von dem japanischen Essen war mir anscheinend nicht bekommen. Musste aber bis zur nächsten Umsteigestelle in einer Stunde warten, da das Klo im Zug nicht verfügbar war. Ich konnte die Fahrt, die direkt am Meer entlang führte also kaum genießen. Als ich endlich in Oshamambe umsteigen musste (mit 1 1/2 Stunden Wartezeit) bin ich durch den Bahnhof gehetzt zum Klo. Doch bevor ich mich erleichtern konnte fragte ich mich wo ich denn meinen Koffer parken könne (japanische Toiletten können seeeehr klein sein). Dabei spielte sich folgender Gedankenablauf in meinem Kopf ab:
'Ahhhh....endlich...Toiletteeeeeee. Wohin mit dem Koffer?... ... ... ach den hab ich schon abgestellt...
....
moment...
wo is mein Koffer?
hab ich ihn aus dem Zug genommen??!??!!!?
...
...
...
NEIN!!!!'
ohne mich zu erleichtern bin ich sofort zurück Richtung Zug gerannt um meinen Koffer eventuell noch zu bekommen. Am Ticketschalter versuchte ich dem Station-Master mein Maleur in hektischem Japanisch zu erklären, als ich einen Bahnhofmitarbeiter neben mir bemerkte, der meinen Koffer grade im selben Büro abgeben wollte. PUH, zum Glück war Oshamambe Endstation für diesen Zug gewesen, sonst hätte ich meinem Koffer hinterherreisen müssen.
Um 16h kam ich dann in Hakodate an. Mit dem Bewusstsein alles an einem Abend sehen zu müssen (Hakodate ist nicht so groß, also möglich, zumal ich mir nur 3 Ziele vorgenommen hatte).
Ich bin in mein Hotel geeilt, eingecheckt und sofort wieder raus. Ich musste die Straßenbahn Nummer 2 Richtung Süden nehmen. Da ich dank ausgiebiger Atlantenkunde die Himmelsrichtungen kannte kein Problem. Aus dem Hotel raus, sah ich die Straßenbahn...Nummer 2...Richtung: Süden. Ich also schnell reingehetzt. Es hätte auch funktioniert, in Deutschland jedenfalls. Was ich nämlich nicht bedacht hatte war, dass die japanische Straßenbahn auf der rechten Schiene in diesem Fall nicht nach Süden, dafür aber nach Norden fährt. 2 Stationen und 200yen ärmer konnte ich aber auch dieses Missgeschick ausbügeln.
Ich kam dann bei meinen Attraktionen an (Ausländerfriedhof, Kolonialbauten). Und war auch zufrieden mit der Stadt und dessen Aussehen. Letzter und wichtigster Punkt war aber für mich ein Trip mit der Seilbahn zum angrenzenden Berg, von dem man nachts einen spektakuläre Aussicht auf Hakodate haben soll (da die Stadt auch sanduhrenförmig ins Meer verläuft). Allerdings befürchtete ich eine Wiederholung der Geschichte am Vortag bei dem großen Vulkan, denn auch hier hüllte sich der Berggipfel in leichten Nebel. Auch das immer schlechter werdende Wetter (Nieselregen) sorgten nicht für eine Besserung meiner Hoffnungen. Unten an der Seilbahnstation angekommen hielt mir dann die Frau am Ticketschalter etwas gelangweilt ein Schild hoch auf dem in 3 Sprachen stand : the fog is blocking the view. Fairer als beim Vulkan dachte ich, ich kaufte mir aber doch ein Ticket, da ich dachte zumindest die Form erahnen zu können. Oben angekommen war die Sichtweite um die 20 Meter, rein garnix zu sehen.
Ich bin dann wieder runter zum Fuß der Seilbahn und habe noch einige Fotos gemacht, auf denen man den Blick von oben erahnen kann.
Es hört sich zwar nicht so toll an, aber ich war trotzdem zufireden mit der Stadt und bin dann noch am Hafen entlanggelaufen und schließlich mit der Straßenbahn Richtung Hotel. Am nächsten Morgen
sollte es ja nach Sapporo gehen.
to be continued
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2 Kommentare:
klingt ja bislang an sich nach nem scheiss trip :D
kacken impossible, langweilige bären und verhurter nebel...
naja hauptsache du hast trotzdem spaß gehabt ;)
wühle mich grad mal durch die fotos und videos..
cooles hotel bzw coole aussicht und ein wirklich hässlicher zoo!
sonst paar sehr coole bilder dabei. Deine Frisur vor dem Akarenga geht ma gar nich :D *mop*
Das Maskottchen macht mich irgendwie kirre, aber ich würds mir sofort in den Hausflur stellen ^^
Mh.. Biermuseum.. da muss ich mir auch glatt eins aufmachen.. wie war das Bier?
Lol, seh grad das Jolly Roger Shirt.. ich hab da nen Film der so heißt.. den müssen wir mal gucken ^^
Najo, bin dann ma pennen.. gn8 ;)
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