Mittwoch, 23. April 2008

Visual Shock vol.95

So heute is wieder was passiert, hab also mal wieder nen Grund zu schreiben. Nach einem langen von Japanisch geprägten Tag bin ich etwas Müde zurück in mein Wohnheim gekommen. Dann hab ich mir überlegt: Daniel, dein letztes Wochenende ist ins Wasser gefallen und in den letzten Tagen ist nichts außergewöhnlich spannendes passiert, plan lieber mal was für einen der nächsten Tage bevor du wieder nur dumm rumsitzt. Ich hab mir also mein Fachmagazin für japanische Visual-Musik geschnappt (also die, die so komisch aussehen;) ) und hab nen Blick in den Veranstaltungskalendar geworfen. Bin dann nach mehreren Minuten der Recherche auf die Internetsite eines Clubs hier in Sendai gestoßen. Hab deren Plan für diesen Monat durchgeblättert und rausgefunden: Visual Shock. vol 95. Toll dachte ich mir, genau nach so was hast du gesucht, gucke auf das Datum: hmm das is ja heute, in 3 Stunden in der Stadt. Also hab ich mir schnell was zu Essen gemacht und bin dann los zum Bus, Fahrrad schien mir wegen des doch etwas kühlen Fahrtwindes ungeeignet, zumal ich nicht wusste ob es dort eine Gadrobe gibt (es gab keine). Ich habe den Club dann relativ schnell gefunden und stieg die Treppen in den Keller hinab. Wollte dann den Eintritt bezahlen. Da fragte man mich ob ich den ein Ticket reserviert hätte. Ich sagte nein, dachte mir zugleich das der Laden ziemlich ausgebucht sein muss und hoffte nicht Unvollrichtether Dinge abziehen zu müssen. Ich bekam die Karte, wenn auch gegen einen Aufschlag. Bin dann in den eigentlichen Club gekommen: Eine relativ große Bühne mit einem Raum für ca.100 Zuschauer. Außer mir waren nur noch 2 Schulmädchen da. Ich dachte: Na gut, du bist früh dran, werden wohl sicher noch ein paar Leute kommen. Als die erste Künstlerin anfing bestand das Publikum aus 5 oder 6 Leuten (mich eingeschlossen), konnte sich dann später aber auf um die 10 steigern, wobei ich glaube das die Hälfte Personal war. Naja dachte ich mir, hoffentlich werden die Künstler besser als es momentan aussieht...
Es waren insgesamt 3 Bands, die erste ‘Velvet Life’ bestand aber nur aus einer Sängerin, die Musik zugespielt bekam. Sie wirkte etwas alleingelassen auf der Bühne, konnte aber eine passable Gesangsleistung darbieten.
Nun zur zweiten Band: Sie bestand aus Sänger und Gitarrist und konnten schon optisch mit einem für die Szene typischen Outfit glänzen. Auch hier wurde das Schlagzeug aber eingespielt, machte in diesem Fall aber nix, denn der Gitarrist war ein Virtuose und der Sänger legte sich so ins Zeug so dass man den Eindruck gewinnen konnte das er nicht vor 10 sondern 10.000 Leuten spielen würde. Diese Band ‘EMERGENCY’ war also allein den Eintritt wert. Nach dem Auftritt bin ich mal kurz raus gegangen und habe den Sänger vorne in der Lobby gesehen. Ich Streckte meinen Daumen nach oben und sagte Sugoi!!! (super/klasse/cool), das heiterte wiederum den ganzen Laden auf, dem Sänger eingeschlossen. Ich nutzte die Pause um noch schnell ein paar Worte mit ihm zu wechseln und Fotos zu machen (ich hoffe man kann sie erkennen, sind nur mitm handy gemacht, das erste ist der Sänger, das 2. is die Band und ich ;)).
Die dritte Band war gut, aber nicht überragend, war aber sehr interessant Schulmädchen beim Headbangen zu beobachten, sehr skurril!
Ich verabschiedete mich danach von Jackson (der Sänger, so weit ich den Namen richtig verstanden habe). Mit einer Dvd unterm Arm und machte mich dann auf zurück ins Wohnheim, 50 min zu Fuss, das war mir aber nach dem Abend egal :D
Für Fragen dazu Kommentar oder ICQ, ihr wisst Bescheid ;)

2 Kommentare:

Marcus Blumberg hat gesagt…

"also die, die so komisch aussehen"

Öh ja, mit dieser Erläuterung hättest du angesichts deines derzeitigen Standorts (Japan) kaum präziser formulieren können... ^^

Anonym hat gesagt…

mh, son "privatkonzert" is doch auch mal was feines ;) und wenns sich zumindest für eine band gelohnt hat, um so besser.
wieviel hast du umgerechnet an eintritt bezahlt?